BANGKOK,THAILAND - June 28,2016: Hand holding Smartphone with Yo

Vor einigen Monaten habe ich mich stark überlastet gefühlt. Ich stand ständig unter Zeitdruck, war gestresst und der Meinung kaum Freizeit zu haben. Irgendwann wirkte sich das auch auf die Gesundheit aus. Ich war immer wieder erkältet und fühlte mich generell schlapp. Die Schuld dafür lag allein bei mir. Meine Selbstständigkeit voranzutreiben, hatte zu dieser Zeit oberste Priorität. Das klappt selbstverständlich nur, wenn man möglichst viel arbeitet und sich möglichst wenig Pausen gönnt. Natürlich ist das Bullshit. Diese Rechnung mag in manchen Berufen aufgehen, doch wenn man kreativ tätig ist, braucht man Raum, um Ideen zu entwickeln. So zumindest meine Erfahrung. Der Punkt war gekommen – es musste sich etwas ändern. Schließlich wollte ich die Freude an meiner Arbeit nicht verlieren. Ich musste dringend an meinem Zeitmanagement arbeiten und mir mehr Freizeit gönnen.

Zeitmanagement und Selbstständigkeit

Wenn man selbstständig ist, verschwimmen Arbeit und Freizeit häufig. Im Gespräch mit Freunden holt man sich Feedback ein. Auf einer Reise sammelt man Inspiration. Bei der privaten Social Media Nutzung achtet man doch wieder auf Inhalte, die für den Arbeitsalltag relevant sein könnten. Ich arbeite zudem im Homeoffice. Feste Bürozeiten an denen ich mich orientieren kann, gibt es nicht. Und wenn man alles, was man zum Arbeiten benötigt, immer direkt vor der Nase hat, macht man nicht selten einfach so lang weiter bis alles fertig ist – selbst wenn das erst morgens halb drei der Fall ist oder den gesamten Sonntag kostet.

Natürlich habe ich einen Kalender und meine To-Do-Listen zur Organisation. Dennoch konnte ich nie konkret sagen wie viele Stunden pro Woche ich eigentlich arbeite. Gefühlt waren es mindestens 60, was selbstverständlich komplett überzogen ist. Das Gefühl resultierte vermutlich aus dem Umstand, dass die strickte Trennung von Arbeit und Freizeit nicht immer möglich ist. Um mich selbst zu optimieren war ein Überblick allerdings dringend notwendig, weshalb ich mich auf die Suche nach einer geeigneten App machte. Ich lud mir einige kostenfreie Apps zur Zeiterfassung herunter. Darunter auch ATracker Lite. Ziemlich schnell wechselte ich zur PRO Version, die im App Store für 4,99 € erhältlich ist.

Zeiterfassung und Zeitmanagement mit ATracker PRO

ATracker PRO ist eine simple, intuitiv bedienbare und optisch ansprechende App zur Zeiterfassung. Als erstes legt man die Tätigkeiten an, die man tracken möchte. Diese sind selbstverständlich jederzeit erweiterbar, können bearbeitet oder wieder entfernt werden. Es gibt zudem die Möglichkeit bestimmte Tätigkeiten zu einer übergeordneten Kategorie zusammenzufassen. So gibt es bei mir beispielsweise die Tätigkeiten Fotoproduktion, Bildbearbeitung, Texterstellung, Kommunikation, Social Media, Events und Sonstiges, die ich in die Kategorie Work einsortiert habe. Mit einer einzigen Berührung auf die entsprechende Tätigkeit startet oder stoppt die Zeiterfassung. Problemlos können auch mehrere Aktivitäten gleichzeitig erfasst werden. Weiterhin ist es möglich Tätigkeiten und Kategorien mit einem eigenen Icon und einer Farbe zu versehen. Das ist sehr hilfreich und ermöglicht einen schnellen Überblick.

In der Historie kann man sich in einer Tages- oder Wochenansicht seine getrackten Tätigkeiten anzeigen lassen. Zudem gibt es Statistiken in Form von Säulen- und Tortendiagrammen. Hier ist es möglich in der Ansicht zwischen einzelnen Tagen, der vergangenen Woche, dem letzten Monat oder einen bestimmten (selbst definierbarem) Zeitraum zu wechseln. Es werden nicht nur Prozentzahlen, sondern auch konkrete Zeiten zu den einzelnen Tätigkeiten oder Kategorien aufgeschlüsselt bzw. zusammengefasst. Man kann zudem schauen wie viel Zeit davon auf Wochentage bzw. Wochenenden entfällt.

Meine Erfahrungen mit ATracker PRO

Vor unserer Sommerpause habe ich meinen Alltag konsequent über sieben Wochen hinweg getrackt und kam in dieser Zeit auf knapp 300 Arbeitsstunden. In einer Woche waren es satte 83 Stunden. Allerdings verbrachte ich fünf Tage davon auf verschiedenen Veranstaltungen und bin von früh morgens bis zum späten Abend auf den Beinen gewesen. Das ist natürlich die Ausnahme. Gleichermaßen gab es eine Woche in der ich nur acht Stunden gearbeitet habe, da ich von Donnerstag bis Montag privat ein Festival besuchte. Die restliche Zeit kam ich auf durchschnittlich 42 Stunden wöchentlich. Es ist allerdings deutlich ersichtlich, dass ich zu Beginn meiner Erfassung mehr Wochenstunden sammelte als zum Schluss. Gleichermaßen verteilte sich die Arbeitszeit in den ersten Wochen ziemlich gleichmäßig auf alle Wochentage inklusive Wochenende. In den letzten beiden Wochen waren Samstag und Sonntag nahezu arbeitsfrei.

Wie hat mir ATracker PRO nun konkret geholfen? Zuerst einmal indem ich eine Übersicht erhielt wie viele Wochenstunden ich tatsächlich in Arbeit investiere. Natürlich beobachtete ich meine Statistiken sehr aufmerksam. Haben sich für einen Tag oder eine Woche schon sehr viele Stunden angesammelt, dann wurde der Rechner auch mal ganz bewusst früher abgeschalten – selbst wenn noch nicht alle Punkte auf der To-Do-Liste abhakt waren. Zudem gestalte ich meine Tages- und Wochenpläne inzwischen deutlich realistischer. Dank der App kann ich besser einschätzen wie viel Zeit ich auf welche Tätigkeiten verwende bzw. einplanen muss. Schließlich bringt es auf Dauer nichts sich den Tag mit Aufgaben vollzupacken und am Abend gefrustet zu sein, weil man diese nicht komplett abarbeiten konnte. Insgesamt konnte ich mein Zeitmanagement – auch in Hinblick auf eine gesunde Work-Life-Balance – bereits deutlich verbessern.

Und nun?

Seit gestern sind wir nun offiziell aus unserer Sommerpause zurück, weshalb ich ATracker PRO nun wieder regelmäßig verwende. Die App soll mir in Zukunft dabei helfen nicht erneut in die Situation von vor einigen Monaten zu geraten. Ich möchte mich einfach nicht mehr überlastet oder dauergestresst fühlen. Weiterhin will ich, im Rahmen der Möglichkeiten, versuchen eine Art Wochenrhythmus zu etablieren. Ein bis zwei Tage pro Woche möchte ich einfach Freizeit haben. Denn meine berufliche Selbstständigkeit voranzutreiben hat weiterhin hohe Priorität, doch dies kann nur mit angemessenen Auszeiten und entsprechendem Zeitmanagement gelingen.

Hat dir der Artikel gefallen?
Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Diskussion

2 Kommentare zu “Zeitmanagement via App mit ATracker PRO”
  1. Annabell sagt:

    Die App hört sich wirklich gut an! Obwohl ich nicht hauptberuflich blogge und feste Arbeitszeiten habe (drei Wochen noch) finde ich so etwas sehr interessant… Die kostenlose Version werde ich mir sicher mal anschauen :) Ich hoffe ihr hattet alle eine tolle Sommerpause und schön, dass ihr wieder da seid!

    • Jess Jess sagt:

      Die App ist wirklich klasse! Ich hab auch teilweise meine Freizeitaktivitäten getrackt, aber nicht dauerhaft. Für den Sport eignet sie sich beispielsweise auch sehr gut. Oder im Job, um Projektbezogene Aufgaben festzuhalten und danach zu wissen wie viele Stunden man berechnen kann.
      Und wieso nur noch drei Wochen feste Arbeitszeiten? Was machst du denn danach? :)

Diskutiere mit

XHTML: Du kannst die folgenden Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>