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Vor ein paar Wochen fand ich mich in meinem Wohnzimmer wieder. Ich hatte mal wieder die Möbel verschoben, in der Hoffnung endlich die perfekte Lösung für meinen Home Office Bereich zu finden. Mein Problem: eine drei Meter lange Wand an der ich einen Mini-Schreibtisch und ein 50cm breites Bücherregal stehen hatte. Einen Meter der Wand hatte ich mal an einem impulsiven Samstag Nachmittag im Herbst mit Korkplatten beklebt. Und rechts und links von diesen zwei Möbelstücken: Kisten, Beutel und Dekomaterialien. So. Viel. Stuff. Ich benötigte unbedingt und schnellstmöglich Stauraum. Allerdings kann ich riesige Schrankwände nicht leiden und vor allem im Wohnzimmer war mir eine dekorative und offene Variante wichtig. Eine Regalwand! Ich hatte schon öfter Inspirationen dazu gesehen und auch die Anordnung der Bücher im Buntstiftkastensystem wollte ich schon längst mal ausprobieren.

Ich entschied mich für ein Einlochschienensystem von OBI. Ich plante fünf Schienen, die an der Wand verschraubt werden und 40cm tiefe Einlegeböden in 2m, 1,20m und 1m Länge. Für mich als sehr impulsiven und sprunghaften Menschen perfekt: die Böden werden mit Einlochträgern in die Schienen eingehangen. Somit kann ich jederzeit die Anordnung verändern und meine Wand vergrößern oder verkleinern. Ganz allein und spontan, da die Träger und Platten auch nicht schwer sind und das Einhängen wirklich ein Kinderspiel. Meine Planung für das Regal sah dann so aus:

diy-regalwand-obi-skizze

Die Korkwand habe ich weiß gestrichen um wieder etwas Ruhe in den kleinen Raum zu bringen. Somit verschwindet sie etwas mehr im Hintergrund. Und selbst inklusive der Farbe, ist die Regalwand ein Preisknaller. Die 2m-Schienen liegen bei ca. 3,80€ und die Möbelplatten fangen bei ca. 3,50€ (für 1m x 0,40m) an. Ich bin mit dem Material für meine Wand unter 150€ geblieben – yes!

Wenn ihr das „rohe“ Gerüst erstmal an der Wand habt und alles richtig schön fest ist (ich habe pro Schiene 3mal gebohrt), geht es an die Gestaltung. Bei einer so offenen Gestaltung ist es wichtig, den richtigen Mix aus Stauraum und Dekoration zu finden. Ich habe dazu große, weiße Kisten genutzt in denen ich Unterlagen, Dekorationen und Kleinkram verstauen kann. Dinge, die ich oft benutze wie z.B. Stifte, Masking Tape oder Cutter habe ich in kleinere Kisten sortiert und dann alles fein säuberlich mit einem Ettikettiergerät beschriftet. Auch offene Kisten waren wichtig für mich, da ich oft Zeitschriften oder Briefe  in die Wohnung schleppe und unbedingt einen „vorläufigen“ Aufbewahrungsort brauchte. Somit habe ich nicht ständig unruhige Papierstapel im Flur oder Wohnbereich. Wichtig ist da natürlich die Ordnung und Übersicht zu halten und diese offenen Kisten regelmäßig zu bearbeiten. Allerdings kein Problem wenn sie dir genau vor der Nase stehen und man nicht erst zwei weitere Kisten verschieben oder Schubfächer durchsuchen muss. Trotzdem sind sie verstaut und der Raum wirkt ruhiger und ordentlicher. Zwischen den Kisten und Büchern habe ich meine liebsten Deko-Objekte und ein paar Pflanzen arrangiert. Das bringt gutes Raumklima und macht die Wand wohnlicher. Eine kleine Anmerkung: wer die Regalböden mit schweren Büchern und Kisten belasten möchte, sollte noch eine weitere Schiene bei den 1,20m langen Böden einziehen, damit sich nichts biegt.

Ich bin seeehr glücklich mit dieser Gestaltung und dem Platz und Stauraum, den mir das Regal bietet. Und ich freue mich auch schon darauf, das Regal in ein paar Monaten „umzustecken“ und umzugestalten. Wie würde eure Regalwand aussehen? Die Einkaufsliste für meine Gestaltung findet ihr unten. Viel Spaß!

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* Mit freundlicher Unterstützung von OBI.

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Diskussion

10 Kommentare zu “DIY Regalwand für unter 150Euro”
  1. Jess Jess sagt:

    Ich find die Lösung richtig toll! Platzsparend und dennoch richtig viel Stauraum. Gleichzeitig – durch die offene Umsetzung – auch für kleine Räume geeignet. Geschlossene Schrankklötze mag ich sowieso nicht. Danke für die Inspiration! :)))

  2. Amelie sagt:

    Die Regelwand sieht wirklich klasse aus! Ich werde das unbedingt mal im Hinterkopf behalten, denn ich brauche auch irgendwie mehr Platz oder Möglichkeiten. Ich bin mir da noch nicht sicher wie ich das anstelle, aber deine Lösung gefällt mir sehr!

    • Sarah Sarah sagt:

      Danke das freut mich! Jetzt, nach den ersten Wochen, bin ich auf jeden Fall immer noch voll zufrieden damit :) Liebe Grüße!

  3. Stephi sagt:

    Das Ergebnis ist richtig cool geworden. Durch das Weiß und die offene Form erschlägt es den Raum auch nicht so. Und wenn man die Bretter vom Sperrmüll holt und sie weiß lackiert, dann kann man sogar noch mehr sparen :)

  4. die Chrissy sagt:

    Richtig coole Idee! Mir gefällt daran, dass es jeder für sich und seine Räumlichkeiten anpassen kann. Meine Büroecke ist in der Dachschräge und daher ohne Regale, der Mann hat sich aber mit vielen Regalen und Schubfächern eine Werkbank eingerichtet. Sieht als Werkstatt nur nicht so vorzeigbar aus :-)

    • Sarah Sarah sagt:

      Danke :) Vor allem kann man es immer wieder umgestalten, das ist echt super flexibel :) Liebe Grüße!

  5. Jenny sagt:

    Sehr sehr tolle Idee (und Anleitung!). Ich habe mir letztens auch selber Wandregale gebaut, allerdings mit alten Obstkisten (: (Anleitung ist auch auf dem Blog). Deine Anleitung behalte ich dennoch im Auge, weil ich bald mein Bastelzimmer umbaue, und da kann ich ein Paar Regale echt super gebrauchen (;

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

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