Bottled Life

Die ein oder andere Filmempfehlung mit Reflektionspotential kam bisher von der werten Jess, doch heute hat einmal Mia ein Schmankerl für euch.

Nestlé ist eines der Unternehmen, das ich schon viele Jahre gering schätze. Im Zusammenhang mit dem Schweizer Konzern ist eine neue Dokumentation gedreht worden. Derzeit läuft ein Film mit dem Titel „Bottled Life“ in den Kinos (CH), den ich euch empfehlen möchte. Über den deutschen Filmstart wird derzeit noch verhandelt. Die Doku beschäftigt sich mit der Frage, wem eigentlich das Trinkwasser auf unserem Planeten gehört. Der Konzern Nestlé vertreibt weltweit das meiste in Flaschen abgefüllte Trinkwasser. Wasser, das in der Dritten Welt stellenweise teurer als Benzin ist, gilt diesem Konzern nicht als Allgemeingut, sondern dient einzig und allein dem Kapital.

Als der Filmemacher Urs Schnell und der Journalist Res Gehriger dem Konzern mitteilten, dass sie einen Film über Nestlés Wassergeschäft machen wollen, wurde ihnen seitens Nestlé mitgeteilt, dass dies „der falsche Film zur falschen Zeit“ sei. In der Folge legten die Bosse den Filmemachern weltweit Steine in den Weg, Auskunft wurde nicht erteilt. (Quelle, siehe folgenden Artikel) Die Filmarbeit wurde glücklicherweise dennoch geleistet und das Ergebnis ist meines Erachtens sehenswert.

Die website http://www.bottledlifefilm.com/ hält weitere Informationen bereit.

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Diskussion

14 Kommentare zu “Filmtipp "Bottled Life"”
  1. viva sagt:

    Ich mag Dokus, danke für den Tipp : )

  2. Klingt nach einer sehenswerten Doku. Leider wird der Film derzeit (noch) nicht in Deutschland gezeigt, aber ich sehe mir sicher die DVD an, wenn sie dieses Jahr erscheint.

    Um die Privatisierung von Wasser geht es übrigens auch im Film „Flow – Wasser ist Leben“ von 2008, den man auch auf YouTube findet.
    Ein weiterer Film zum gleichen Thema ist „Water makes money“, der in Zusammenarbeit mit arte entstand und auch dort ausgestrahlt wurde. Auch diesen findet man auf YouTube.

    Danke für die Info Mia :)

    Liebe Grüße
    °Sun

  3. Ich hatte mehrfach gelesen, dass er am 26. 01. 12 anlief. Oo Wird der etwa nur in Schweizer Kinos gezeigt? -.-“

    • Na ich wollte gleich wissen wann er in Leipzig gezeigt wird und da der FIlm im Cine Star nicht im Programm war, habe ich Google nach dem Kinostart für Deutschland gefragt. Schau mal auf der Website unter „Vorführungen“.

    • Im Cinestar würde der eh nicht laufen, eher in so kleinen Passagekinos, denke ich mal.

  4. Anonymous sagt:

    @Mia: FAIL! :D

    • Nix fail! xD Die befinden sich noch in Verhandlungen…das letzte Wort ist ja noch nicht gesprochen. Außerdem ist es nicht unmöglich, diesen Film zu schauen. Jeder von uns weiß doch, wo sich entsprechende Quellen befinden. Toller wäre natürlich, ihn bei uns zu sehen zu bekommen.

  5. Apfelkern sagt:

    Danke schön für diesen Tipp! Von der Dokumentation habe ich noch nicht gehört, doch sie behandelt ein meiner Meinung nach sehr wichtiges Thema, sodass ich sie mir sehr gern ansehen würde.

    Nestlé als größter Lebensmittelkonzern global besitzt nicht nur die entsprechenden Konzerne der Trinkwasserabfüller, sondern auch viele bekannte Marken wie Maggi, Schöller Eis, Bübchen (Creme), Wagner (TK Pizza etc.), Thomy, Bärenmarke, Nesquik und diverse weitere Kaffee- und Kakaopulver sowie Muttermilchersatzprodukte und Lion, Mars, Mövenpick, KitKat oder auch Smarties. Nach der Auflistung frage ich mich, welche Marken denn nicht Nestlé unterstehen. Na ja, den Rest des Lebensmittelmarktes teilen dann wohl Kraft Foods, Dr. Oetker und Alete unter sich auf…

    Ich hoffe sehr, dass der Film auch bald in die deutschen Kinos kommt.

    • Das hoffe ich auch :)

      Und nicht nur im Lebensmittel-Bereich ist Nestlé aktiv. Das Unternehmen hält auch Anteile an L´Oreal (knapp ein Drittel).

      Liebe Grüße
      °Sun

    • Zu Nestlé und Schoki:

      http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/videos/minuten257.html

      Diese 45-minütige Doku befasst sich mit den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste (als Hauptlieferant) und der Verschleppung von Kindern für Kinderarbeit auf diesen Plantagen. Obwohl viele große Schokoladenhersteller (natürlich auch Nestlé) einen Vertrag zur Abschaffung von Kinderarbeit auf Kakaoplantagen unterzeichnet haben, ist das Ganze natürlich sowas wie eine Übelkeit erregende Farce.

    • (Jetzt nimmst du einen geplanten Beitrag von mir vorweg – aber egal^^)
      Du kannst dich an meine Frage nach einem FairTrade-Siegel der Bio-Schokolade eines großen Herstellers erinnern?
      Genau wegen dieser Thematik (von der ich auch schon im Schwarzbuch Markenfirmen gelesen habe) esse ich bevorzugt Schokolade mit dem FairTrade-Siegel. Die Schokoladen von GEPA kann ich empfehlen *nomnom*
      Die Doku schaue ich mir bei Gelegenheit noch an.
      Danke für den Tipp.

      Liebe Grüße
      °Sun

  6. lychee sagt:

    Gerade über deinen Blo gestolpert und hängen geblieben. Gefällt mir gut und ich schaue wieder rein!

    Viele Grüße!

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