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Der Montagmorgen hätte kaum besser beginnen können: Während ich bei einem heißen Kaffee letzte Reisevorbereitungen für den anstehenden Besuch der BioFach/Vivaness 2014 traf, wurde meine jüngste Bestellung vom Fair Fashion Label FOLKDAYS geliefert. Seit November letzten Jahres ist der FOLKDAYS Shop online. In diesem findet man handgemachte Taschen, Schmuck und Accessoires. Sämtliche Produkte stammen aus kleinen Manufakturen, Handwerksbetrieben oder werden von Einzelpersonen zu fairen Löhnen gefertigt. Die beiden Gründerinnen Lisa Jaspers und Heidi Strom sind gerade in Indien und Bangladesch auf Produktsuche für die kommende Spring/Summer Collection 2014. Lisa hat vor der Gründung des Labels in der Entwicklungshilfe gearbeitet. Die Norwegerin Heidi hat Textildesign studiert. Seit ein paar Wochen werden die Beiden von Kimon Haars unterstützt, der Jurist ist und zudem BWL studiert hat. Alle drei haben verschiedene Erfahrungen in Entwicklungsländern sammeln können und wollen mit FOLKDAYS zeigen, dass sich fairer Handel und guter Stil nicht gegenseitig ausschließen.

 

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Aktuell arbeitet das Label mit Kunsthandwerkern bzw. Artisans aus sieben verschiedenen Schwellen- und Entwicklungsländern zusammen. So wird nicht nur der Erhalt traditioneller Herstellungsprozesse, sondern auch die lokale Wirtschaft und Infrastruktur gefördert. Auf der Website von FOLKDAYS kann man sich genauer zu den einzelnen Artisans und ihrer Arbeit informieren. Auch jeder Bestellung liegen spezielle Informationen zur Herstellung der gekauften Produkte bei.

Das kleine rote Federmäppchen* wird in Thailand vom Stamm der Lisu gefertigt, die vor allem durch ihre leuchtend bunten Trachten bekannt sind. Die Lisu Pencil Case wird aus den gleichen Materialien hergestellt wie die Festtagsbekleidung des Bergvolks. Es eignet sich nicht nur für Stifte oder Kosmetikpinsel hervorragend, sondern hat auch die ideale Größe für die Aufbewahrung bzw. den Transport meiner Brille.

 

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Aus Laos von der Nationalität der Mien (auch bekannt als Yao) stammt das aus roter Baumwolle geflochtene und mit Silberdraht umwickelte Armband*. Hergestellt wird es in der Provinz Luang Namtha von einer Kunsthandwerkergruppe unter der Leitung von Famchoy Saeli, welche die traditionelle Schmuckherstellung von ihrer Großmutter erlernte.

Meine Lieblingsstücke aus dem Sortiment von FOLKDAYS stammen vom Bergvolk der Karen. Die kleinen Kugeln des Armbandes* werden von den Silberschmieden händisch produziert und durch Süßwasserperlen ergänzt. Heute Morgen ist zudem die Simple Karen Necklace (aktuell im Sale) bei mir angekommen – eine kurze Halskette aus wunderschönen subtilen Silberperlen.

 

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Sämtliche Produkte die ich bisher von FOLKDAYS in Händen hielt, sind unglaublich gut verarbeitet und dadurch enorm wertig. Ich freue mich daher, dass in Zukunft die Anzahl der Artisans und somit die Produktauswahl weiter wachsen soll. Die Produzenten finden Lisa und Heidi nicht nur über persönliche Kontakte von ihren bisherigen Reisen, sondern auch via Internet oder indem sie sich vor Ort einfach mit den Einwohnern unterhalten und gezielt durchfragen.

Ich bin schon gespannt was uns in der kommenden Spring/Summer 2014 Collection erwartet. Die Produkte von FOLKDAYS können über den Onlineshop bezogen werden und sind auch bei verschiedenen Pop-Up Shops erhältlich. Aktuelle Informationen findet ihr immer über den Blog oder die Facebookseite von FOLKDAYS.

Kanntet ihr FOLKDAYS bereits? Wie gefallen euch die Produkte?

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Diskussion

11 Kommentare zu “FOLKDAYS #fair #fashion #label”
  1. Lale sagt:

    Den Shop kannte ich noch nicht, danke für’s Vorstellen. Ich habe aber schon ewig ein Faible für Accessoires aus aller Welt, besonders aus Asien und Afrika. Damit meine ich aber nicht die unvermeidlichen geflochtenen Körbe, Ketten und sonstiges Kunsthandwerk in Airport-Art-Manir, sondern spezielle hochwertige und fair hergestellte Produkte, wie z. b. von bé – Dogon art oder auch ganz und gar schrägen Trash wie bei ok-Versand.

    • Hui….das Emaillegeschirr vom o.k.-Versand ist ja herrlich! :) Weißt du ob die Sachen auch zu fairen Löhnen produziert werden? Danke dir für die Tipps. Ich kannte weder bé-Drogon art noch den skurrilen Versand. :)

  2. Ginni sagt:

    Nein, kannte ich bisher noch nicht (wie so oft). Was den Schmuck angeht, muss ich sagen, dass mir der Großteil der angebotenen Produkte eher nicht so zusagt – bis auf das „Karen Pearl Bracelet“, das würde ich auf jeden Fall auch tragen, sehr schön!

    • Das Armband und die Kette von Karen trage ich auch gerade. Die beiden Teile kommen morgen auf jeden Fall mit auf die BioFach/Vivaness. Mir gefällt bei Folkdays gerade der Schmuck sehr gut, da viele der Stücke sehr fein und stilvoll sind. Ich mag zwar auch Statement-Pieces, bevorzuge aktuell aber doch eher dezenten Schmuck.

  3. Lorá sagt:

    Ich finde die schrift des Lables noch viel cooler <3 aber wirklich super, dass du es vorgestellt hast !!!

    Liebst
    Lorá
    hier geht´s zu einer Blogvorstellung

    • Die Typo finde ich auch absolut klasse. Vor allem mag ich den Wechsel im Logo auf der Website und den unterschiedlichen Printmedien wie Postkarten und Etiketten. :)

  4. Jana sagt:

    Wow, was für eine tolle Firmen-Ethik! Das Armband mit den Süßwasserperlen gefällt mir sehr. Die hübschen Verpackungen runden das Ganze ab. Danke fürs Vorstellen!

  5. Robyn Byn sagt:

    Oh voll cool, werde auch mal gleich was bestellen :)
    vielen dank

  6. […] Basicteil das gewisse (subtile) Etwas. Mein aktuell liebstes Accessoire ist das rote Beanie von Folkdays, dass ich zu Weihnachten geschenkt bekam. Die feine Alpakawolle hält mich auch bei Minusgraden […]

  7. […] Tasche ist vom Fair Fashion Label Folkdays und aktuell im Sale erhältlich. Sie besteht aus gewebter Baumwolle in Kombination mit Leder. Das […]

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