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Ein fremdes Gesicht auf ALABASTER MAEDCHEN? Nicht so ganz. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an die Vorstellung der Yantramatte im letzten Herbst? Ich bin Alex, 40 Jahre alt und begeisterer Freizeitsportler.

Zu mehr reicht es leider nicht, da ich einem anstrengenden Job nachgehe. Sport mache ich schon viele Jahre. Damit angefangen habe ich in einem sehr jungen Alter. In der Ex-DDR war es nicht ungewöhnlich, schon sehr früh sportlich gefördert zu werden. So war ich acht Jahre Leistungsschwimmer, danach spielte ich Handball beim SV Aufbau Altenburg. Im Tae-Kwon-Do hat es bis zum grünen Gürtel gereicht, da mehr für Wettkampfteilnahmen nicht vorausgesetzt wurde. Derzeit erlauben meine freien Wochenstunden nur ein intensives Training mit meinem Personal Trainer Michael Haase vom CityBootCamp. Angesteckt durch Mia laufe ich bereits seit 5 Jahren und bestreite ab und an einen Halbmarathon oder Firmenlauf. Aktuell konzentriere ich mich dabei auf Intervallläufe. Um meine knappe Trainingszeit optimal auszunutzen, meine Leistungen besser zu dokumentieren und um beste Ergebnisse zu erzielen, verwende ich einen Laufcomputer. Viele Jahre hielt mir der Garmin Forerunner 305 die Treue, bis irgendwann das Armband gerissen war. Die langen GPS-Suchzeiten haben mich zusätzlich etwas geärgert. Ich entschloss mich daher, ein neues Modell der Marke Garmin zu testen.

Der Forerunner 620 ist ein leistungsstarker Laufcomputer. Die klassische Anzeige von GPS, zurückgelegten Kilometern oder verbrauchten Kalorien sind Basisfunktionen des Geräts, weshalb es euch auf unkomplizierte Weise schon einmal die notwendigsten Informationen liefert. Schlagworte von Garmin zum Forerunner 620 sind Erholungsratgeber, Lauf-Prognose und VO2max-Schätzung. Das klingt erst einmal nach etwas Neuem – VO2max-was? Tatsächlich lässt es sich damit jedoch wesentlich besser und intelligenter trainieren.

Zusammen mit dem HRM-Run Herzfrequenzmesser aka dem zugehörigen Brustgurt, unterstützt euch dieses Gerät wie ein persönlicher Lauftrainer. Manch einer von euch mag nun vielleicht denken, dass er solch „einen schnöden Pulsgurt bereits besitzt“, doch das ist weit gefehlt. Der eingebaute Beschleunigungssensor verwertet die Bewegungen eures Oberkörpers und erstellt daraus unterschiedliche Laufparameter: Schrittfrequenz, Vertikalbewegung und Bodenkontakt. Das bedeutet, der Sensor trackt die Anzahl der Schritte, die Vertikalbewegung des Oberkörpers und auf die Millisekunde genau, wann ihr mit dem Laufschuh aufsetzt und euch wieder abdrückt. Daraus ergibt sich der erste Vorteil des Garmin Forerunner 620, denn er analysiert euren Laufstil genau. Der Sensor übermittelt 620 Daten, die die eigene Laufeffizienz beschreiben.

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Kommen wir zu VO2max, dem Indikator für die optimale Sauerstoffaufnahme. Laufgeschwindigkeit, Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität werden verwertet, um das maximale Sauerstoffvolumen zu berechnen. Man hat folglich die Möglichkeit in einem optimalen Bereich zu trainieren, der einem mittels einer Farbskala angezeigt wird. Besteht das Risiko, zu hart zu trainieren, macht sich der Laufcomputer mit einem akustisch Warnsignal bemerkbar. Das Sauerstoffvolumen zeigt einem auch an, wie fit man im Vergleich zu anderen Läufern in demselben Alter ist und natürlich auch, ob sich die eigene Fitness verbessert. Das Gerät kann zudem eine Laufprognose erstellen. Es berechnet anhand der aktuellen Leistung, welche Zeit man für den nächsten Wettkampf mit 5, 10 oder mehr Kilometern zu erwarten ist. Für eine möglichst genaue VO2max-Analyse müssen allerdings mehrere Läufe absolviert werden.

Für das Training ist außerdem super, dass verschiedene Aktivitätsprofile angewählt werden können: Laufen, Radfahren und Wettkampf. Für Triathleten ist diese Uhr also auch geeignet, wobei der Beschleunigungssensor nicht wasserresistent ist. Fantastisch finde ich außerdem, dass der Forerunner 620 Lauf- und Erholungszeiten berechnet. Der Laufcomputer zeigt einem an, wie lange eine Erholungseinheit andauert und wann das nächste Lauftraining absolviert werden kann. Man nutzt Trainingspausen also optional, vermeidet Übertraining und wird dennoch zu einem regelmäßigen Laufen motiviert. Nach der letzten Einheit wird eine Zeit angezeigt, welche bis zum nächsten Run abläuft. Die Farbe Rot bedeutet warten, bei grüner Anzeige könnt ihr wieder loslegen. Meine verordneten Erholungszeiten lagen bisher bei 18-36 Stunden.

Besonders gut gefällt mir, dass einem nach jedem Lauf persönliche Rekorde angezeigt werden können. Dazu zählen schnellster Lauf, höchste Pace, Bestzeiten und Co. Auch praktisch finde ich, dass ich für HIIT-Laufeinheiten den Laufcomputer auf Intervalltraining einstellen  kann. Ob LISS oder HIIT, jedes individuelle Training ist somit abgedeckt. Die Uhr an sich überzeugt auch mit einem tollen Design, sie ist leicht (43 Gramm) und liegt gut am Handgelenk an. Bedient wird sie über einen Touchscreen, intuitiv und zeitsparend. Das GPS-Signal ist sofort geortet und man kann ohne Zeitverzögerung loslegen. Die Uhr muss via USB-Kabel/Connector geladen werden, allerdings erst nach 10 Stunden Dauergebrauch. Wer sie nur für eine Datums- oder Zeitanzeige nutzt, hat bis zu sechs Wochen Betriebsdauer. Via Connector werden einem alle Läufe angezeigt. Das inkludiert eine Laufmap, die die persönliche Strecke (mit Höhenmetern) dokumentiert.

Insgesamt bin ich mit dem Laufcomputer sehr zufrieden und würde passionierten Läufern oder Technikliebhabern die Anschaffung des Garmin Forerunner 620 empfehlen. Wer mehr über die technischen Raffinessen oder Möglichkeiten des Tracking Tools nachlesen möchte, kann das Benutzerhandbuch online einsehen bzw. downloaden. Kostenlose Trainingspläne sind nach Anmeldung ebenfalls verfügbar.

Benutzt ihr Laufcomputer oder andere Geräte/Apps/Armbänder, um eure sportlichen Leistungen zu tracken?

Sport frei!

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Diskussion

3 Kommentare zu “Garmin Forerunner 620”
  1. Jan sagt:

    Sehr informativer Beitrag. Vielen Dank dafür!

  2. Uwe sagt:

    Ich bin via Twitter über Garmin zu dir gelangt. Ein wirklich sehr informativer und ausführlicher Beitrag. Ich interessiere mich für den aktuellen Forerunner jetzt definitiv noch mehr. Leider weiß ich nicht, in welchen Geschäften ich das Gerät direkt vor Ort besichtigen kann. :(
    Gibt es dazu eine Liste mit Filialen?

    Viele Grüße

    Uwe

  3. […] gelassen. Ich muss keine Bestzeiten laufen, doch komplett entspannen kann ich nicht. Mit einer Laufuhr trackte ich meine Zeit, versuchte links von den Massen ein freies Stück Park zu erreichen. Am Ende […]

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