instagram-baddie-makeup_0

Wo erfolgreiche InstagrammerInnen sind, ist das Baddie Make-up meist nicht weit. Eine Mischung aus neutralen Tönen, gepaart mit jeder Menge Selbstbewusstsein und einer Base, die keinerlei Makel durchscheinen lässt. Getreu nach dem Motto „mehr ist mehr“, werden die Wangenknochen mit Bronzer herausgearbeitet und dem Gesicht mit Highlighter Dimension verliehen. Es werden falsche Wimpern aufgeklebt und die Augenbrauen betont. Tatsächlich hat der Look etwas Aufregendes. Dass Kylie Jenner das Idol vieler heranwachsender Mädchen ist, muss schließlich auch einen Grund haben. Nur kann man den Make-up Look auch als „Normalsterblicher“ nachschminken? Ganz vorweg: ich bin haushoch gescheitert und auch der laszive Blick wollte nicht gelingen.

instagram-baddie-makeup_0

Als Base habe ich auf mein altbewährtes MAC Studio Fix Fluid vertraut und statt eines Pumpstoßes ganze zwei mit einem MAC 130 Short Duo Fibre Brush eingearbeitet. Ich hatte schon ganz vergessen, wie unglaublich makellos man damit aussieht. Den Augenringen habe ich anschließend mit dem MAC Pro Longwear Concealer und einem Beautyblender den Kampf angesagt. Bereits nach dem Setten mit dem MAC Prep + Prime Transparent Finishing Powder unter meinen Augen, habe ich mich wie weichgezeichnet gefühlt. Da beim Baddie Make-up aber nicht gegeizt wird, habe ich mein Gesicht anschließend mit der Alima Pure Satin Matte Foundation abgepudert. Der Knackpunkt ist nämlich die Deckkraft. Eure natürliche Haut könnt ihr wann anders zeigen.

Für den maximalen Bronze-Effekt kamen dann gleich drei Produkte zum Einsatz: das UND GRETEL Sunne Lifting Modellage Powder in Wide* für meine Konturen inkl. Nose-Shaping und das Alima Pure Contour Powder in Sombra als auch den Bronzer in Manual Loa. Am Ende toppte ich alles noch mit einem meiner alten Schätze, dem Bobbi Brown Blush in Tawny. Weil mehr hier eben mehr ist. Als Highlight habe ich das Kevyn Aucoin Celestial Powder in Candlelight gewählt und mit dem Anastasia Beverly Hills Illuminator in Starlight aufgehellt. Mit meinen cremigen Alternativen aus dem Naturkosmetikbereich konnte ich nicht aufwarten. Genau an dieser Stelle begann ich zu straucheln.

Ich trug so viel Highlighter, aber man sah ihn für das Baddie Make-up einfach zu wenig. Dagegen fing ich langsam an in Puder zu versinken.

Frustration machte sich breit. Zwar fühlte mich wie eine Porzellanpuppe, aber der Glow wollte sich einfach nicht einstellen. Sind das grobe Anfängerfehler? Schließlich hatte ich sogar mein Gesicht in Mukti Organics Rose Blossom Hydrating Mist Toner* eingenebelt, um das Make-up mit der Haut verschmelzen zu lassen. Irgendwie müssen sie es doch machen, die Instagram-Baddies. Von wegen, „das wird ein Klacks“ und „ich kann das schon“. Aber es nützte ja alles nichts.

Mit ein wenig Resignation im Blut zog ich meine Augenbrauen stärker nach als gewohnt. Doch anstatt für die Anastasia Dipbrow Pomade in Medium Brown entschied ich mich für die Nuance Taupe. Was im Alltag jedoch stets passend ist, stellte sich beim Fotografieren als nächster Fehler heraus. Meine Augenbrauen wirkten nicht markant genug. Verdammt. Dafür sahen sie koreanisch gerade aus.

instagram-baddie-makeup_2

Beim Augen-Make-up hingegen habe ich auf Instagram viele Varianten gesehen. Hier scheint es keine Regeln zu geben, um sich in ein echtes Baddie-Girl zu verwandeln. Von keinerlei Lidschatten bis hin einem dramatischen Look mit Wing ist alles vertreten. Ich entschied mich für das klassische Socket-Shading – better safe than sorry. Mit dem UND GRETEL Sunne Konturpuder, dass ich bereits für meine Wangen und Nase verwendet habe, schattierte ich meine Lidfalte und meinen unteren Wimpernkranz. Anschließend trug ich den Kjaer Weis Lidschatten in Charmed mit meinem Zeigefinger auf die vordere Hälfte meines Lids auf und gab meinen Augen mit Earthy Calm noch ein wenig mehr Tiefe. Beide Farben verwendete ich im Anschluss auch am unteren Wimpernkranz. Um meine Wimpern noch voller erscheinen zu lassen, zog ich mit dem UND GRETEL Holt Eye Pencil in Black noch meine obere Wasserlinie und meinen Wimpernkranz nach und fühlte mich gleichzeitig ausgebrannt.

So viel Aufwand, so viele Produkte … und trotzdem fehlte immer noch etwas, um den Look abzurunden: künstliche Wimpern und die richtige Lippenfarbe.

Gegen Ende hieß es also stark sein und durchhalten. Denn nachdem ich meine Wimpern wie gewohnt mit meiner Shu Uemura Wimpernzange in Form gebracht und getuscht hatte, folgte die eigentliche Kür des Baddie Make-up: das Ankleben einzelner Wimpern. Eine halbe Stunde später hatte ich es geschafft und war sichtlich zufrieden. Das hatte zumindest geklappt und war die Mühe definitiv wert. Fehlten nur noch die Lippen. Für eben diese entschied ich mich für einen Mix aus RMS Beauty Lip2Cheek in Spell und dem Ilia Beauty Lipstick in Humble Me*. Genau hier lag mein Fehler Nummer drei. Ein dunkler Vampy-Ton hätte mich eher in die Baddie-Liga katapultiert und meine anderen Fehler wieder ausgebügelt. Aber so musste ich mich geschlagen geben und bin sang- und klanglos gescheitert. Wie ein Instagram Baddie-Girl auszusehen, ist eben doch schwerer als gedacht.

Ihr entschuldigt mich also? Ich bin dann mal dunkle Lippenstifte shoppen.

Hat dir der Artikel gefallen?
Diese Artikel könnten dir auch gefallen
Welche Produkte hättet ihr ersetzt, um mich in ein Baddie-Girl zu verwandeln?

Diskussion

Keine Kommentare zu “Instagram Baddie Make-up / Der Selbstversuch”

Bisher hat noch niemand etwas dazu gesagt. Sei der Erste!

Diskutiere mit

XHTML: Du kannst die folgenden Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>