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Kürzlich habe ich beschlossen, dass ich mehr über Musik schreiben will. Seither überlege ich, wie ich dieses Vorhaben angehe. Mein Wissen über Noten aus dem Musikunterricht ist längst Geschichte und ich habe ehrlich keine Ahnung wie man Musik rezensiert. Aber eigentlich ist das für mein Vorhaben auch gar nicht nötig. Es liegt nicht in meinem Interesse Tracks zu „besprechen“. Ich möchte sie teilen und die Emotionen die mir dazu in den Sinn kommen. Wenn man auf der Tanzfläche steht und die Bässe einen förmlich überrollen und man von seinen Gefühlen getragen wird, fängt man schließlich auch nicht an mit seinem Gegenüber das Gehörte fachlich auszuwerten. Man sieht sich kurz in die Augen und weiß, dass die Musik den anderen genauso berauscht wie einen selbst. Deshalb gibt es zu jedem genannten Titel meinen subjektiven Eindruck, ein Erlebnis, ein Gedanke, ein Gefühl oder eine Assoziation. Mal mit mehr und mal mit weniger Worten. Nichts was zwangsweise mit den Lyrics oder der Wahrheit in Einklang steht. Irgendwas zwischen Fiktion und Realität. Regelmäßig unregelmäßig. Es sind Titel, die ich entweder neu- oder wiederentdeckt habe, die gerade auf Repeat laufen oder mich kürzlich berührt haben.

 

Mooryc – All Those Moments [2012]

Eine Lektion in Vertrauen. Von morgen träumen und im gestern versinken.

Ernest Ellis – Want For Anything [2010]

Klingt wie: Ein erfülltes Jahr!

Osmund Audio – Grandfathers Clock [2015]

Der letzte Track in einem perfekten Set und keiner will nach Hause gehen. Noch ein Bier. Die Musik wird nicht besser. Wie sollte sie auch nach den vergangenen 5 Stunden? Wir gehen schließlich, klauen einen Kaktus von einem Fensterbrett. Zu Hause streuen wir Glitzer drüber. Es funkelt im Sonnenlicht.

Nick Mulvey – Nitrous [2014]

Wenn dir die beste Freundin erzählt, dass sie endlich mal Singer-Songwriter-Stuff gefunden hat, bei dem sie nicht weinen muss und dir dann am Ende des Tracks die Tränen in den Augen stehen, weil´s einfach gerade so schön ist. Das alles einfach.

Gabriel Vitel – Feeling Better [2014]

Na ich sing mit! – Der singt aber was ganz anderes. – Ok. Na das ist mein persönlicher Remix.

TV On The Radio – Wolf Like Me (Second Class Citizen Bootleg) [2006]

Musik für die linke Spur und zum ganz laut mitsingen.

We Are Augustines – Chapel Song [2011]

Jedes Mal denke ich, jetzt kommt gleich Blink 182, aber dann hört es sich plötzlich nach einem Roadtrip mit Freunden an. In einem Golf II – einem rostroten – in Brandenburg. Das fühlt sich gut an mit dem Song. Ich mag ja Brandenburg mit seinen sandigen Böden.

AFFKT feat. Thomas Gandey – Lost In Process [2014]

Kannst du bitte mein Getränk halten? Ich brauch meine Arme jetzt zum tanzen.

Pele & Findling – Soul Kitchen [2011]

Hallo wir kennen uns nicht. – Schlechter Gesprächseinstieg. – Stimmt. Wollen wir was trinken? – Wird besser!

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Diskussion

6 Kommentare zu “Irgendwas zwischen Fiktion und Realität [press play]”
  1. Annabell sagt:

    Yeah, geniale Idee! Gerne mehr davon.
    Es heißt immer, wie wichtig es ist, einen guten oder zu mindest eigenen Musik-Geschmack zu haben. Sich mit Musik zu beschäftigen fördert den Charakter und so weiter. Aber ich bin einfach so unglaublich schlecht darin, meinen Musik-Stil zu finden. Genauso wie meinen Mode-Stil, oder meinen Wohn-Stil. Mir gefällt einfach immer so viel und so viel unterschiedliches. Ich höre gleichzeitig Kygo und Adele und wenn Nickelback im Radio kommt, bekomme ich sogar davon eine Gänsehaut. Ich werde einfach mal abwarten und sehen, ob diese Entwicklung noch kommt. Oder ob ich einfach ein Alles-und-Nicht-Lieber bleiben werde, haha! :D
    Liebe Grüße!

    • Jess Jess sagt:

      Mir geht es da wie dir. Meist höre ich zwar elektronische Tanzmusik, aber dann ist mir nach Singer-Songwriter-Stuff und wenn im Radio Adele läuft, dann singe ich auch laut mit. Und irgendwie ist das ja auch schon wieder ein Stil. xD

  2. AD sagt:

    Freu mich schon, in die Tracks reinzuhören, wenn ich zuhause bin und Zeit finde :-)
    Bei mir läuft gerade das Album von RAZZ – With your hands we`ll conquer im Auto in Dauerschleife.
    <3 AD

    • Jess Jess sagt:

      Hab eben mal das Album von Razz auf Spotify durchgehört. Klingt irgendwie wie damals, wie jünger. Anders kann ich es gerade nicht beschreiben. Und als ich gerade mal nach der Band gegoogelt habe, war ich total überrascht, dass die Jungs 1. aus D kommen und 2. so jung sind. Die brauchen dringend Bärte. xD

  3. shalely sagt:

    Ich liebe solche Posts und werde mich jetzt erst mal in Ruhe durch die Tracks hören. ^^

    • Jess Jess sagt:

      Ich mag so was auch bei anderen. Selbst wenn es nur ein Track ist, der ein Outfit unterstreichen soll, höre ich da gern rein. :)

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