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Singleportale und Dating-Apps gibt es wie Sand am Meer. Schon lange treffen wir unser nächstes Date nicht mehr nur abends in der Bar oder über Freunde auf einer Grillparty. Heute wird geliked, geswiped, gerated oder klassisch gemailt. Wir entscheiden aufgrund einiger Profilbilder und kurzer Texte, ob wir jemanden attraktiv finden oder nicht. Dann werden einige Nachrichten ausgetauscht, kurze Zeit später added man den anderen auf WhatsApp und nicht lange danach trifft man sich. Manchmal hält die Realität der Illusion stand, manchmal sind wir enttäuscht und ziehen uns wieder ins Singledasein zurück. Die Frage ist, warum unsere Erwartungshaltung heutzutage eigentlich so hoch ist? Seit wann setzen wir die Messlatte für unseren zukünftigen Partner so hoch an? Wir zeigen uns ausschließlich von unserer Schokoladenseite, möglichst attraktiv und fehlerlos. Doch ganz ehrlich, wer ist tatsächlich perfekt? Wer schnörkellos, makellos, begehrenswert und trotzdem echt?

Singles sind angeblich darum bemüht, als Version 2.0 durch die Welt zu schweben. Heiße Ware, um auf dem Markt der Suchenden zu bestehen. Sie achten auf ihre Figur, machen mehr Sport, gehen häufiger aus und sind auch sonst darauf bedacht, auf potentielle Partner entsprechend zu wirken. Single möchte ja keiner lange bleiben. So zumindest die allgemeine Vorstellung vom schwierigen, unliebsamen Singledasein. Ich persönlich mag dieses Gebaren nicht. Und ich glaube auch nicht, dass es zu etwas führt. Wir sollten uns so mögen und akzeptieren, wie wir sind. Nur dann findet uns auch unser Gegenüber spannend. Einfach man selbst sein und dafür gemocht werden. Ohne sich ständig ein Bein ausreißen zu müssen. Stellt euch vor, was nach der euphorischen Anfangsphase passiert, wenn plötzlich mehr und mehr „Unzulänglichkeiten“ sichtbar werden? Das geschieht nicht, wenn man bereits zu Beginn mit offenen Karten spielt. Ich habe eine vergleichbare Erfahrung vor wenigen Monaten gemacht und sie hat mich überrascht.

Mich hatte jemand auf einer Datingapp kontaktiert. Single, nicht auf der Suche – ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. Ich fand die Person optisch nicht einmal anziehend und habe sie ausschließlich aus Neugier kontaktiert. Man schrieb hin und her, nichts daran war außergewöhnlich. Ein paar Tage später habe ich ihn getroffen und wir waren zusammen etwas essen. Ich hatte ihn innerlich sofort gefriendzoned. Schreckliches Wort, ich weiß. Als ich an diesem Winterabend nach Hause ging, dachte ich dass dieser Mensch sicher ein guter Kumpel sein könnte. Mehr aber auch nicht. Ich fand ihn unterhaltsam, mehr aber auch nicht. Als ich dann mit der Zeit festgestellt habe, wie schwierig er sein kann und wie ambivalent sein Charakter ist, habe ich mich plötzlich doch hingezogen gefühlt. Was viele sicher als nervig und anstrengend empfinden könnten, war für mich erfrischend und bereichernd. Mich hat im Gegenzug interessiert, durch was er sich angezogen gefühlt hat und welche Rolle Unzulänglichkeiten dabei spielten? Er meinte daraufhin, er sehe wenn er eine Person betrachte, keine Unzulänglichkeiten. Er nehme nur wahr, was für ihn ohnehin in irgendeiner Form attraktiv ist. Männer mit dieser Einstellung sind für uns Frauen wie Urlaub vor zu viel Selbstkritik.

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Als eine gute Freundin vor zwei Jahren ihren jetzigen Partner kennenlernte, machte sie sich in intimen Situationen ständig Gedanken um ihren Bauchansatz. Der „Blubb“ war ein Running Gag zwischen uns, denn jeder hat seine Problemzonen. Er fand diesen Minibauch nie störend. Scheinbar machen wir Frauen uns generell zu viele Gedanken. Der Mann findet sie schön, so wie sie ist. Und sie mag Dinge an ihm, die andere durchaus als Makel ansehen könnten. Er ist ein Hitzkopf, impulsiv und kann sich gut in Rage reden. Was andere vielleicht nervig finden, ist für sie wahnsinnig reizvoll. Jemand aus meiner Familie ist beispielsweise schon mehrere Jahre mit jemandem liiert. Es gibt wahnsinnig viele Dinge, die sie an ihrem Körper nicht mochte. Zumindest früher nicht. Er hingegen hat ihr immerzu das Gefühl gegeben, dass sie als Mensch rundherum perfekt ist. Mit der Zeit hat sie dadurch ihre Scheu verloren und ist viel gelassener geworden, was vermeintliche Beauty Standards angeht. Dieses Echte ist, was Anziehung für mich so reizvoll macht.

Wenn man jemanden attraktiv findet, geschieht das ganz automatisch. 10kg mehr oder weniger, ein impulsiver Charakter oder ein schwaches Selbstwertgefühl sind keine Fehler, die wir im Vorfeld irgendwie beheben müssten. Sie gehören zu uns, definieren uns und unterscheiden uns von anderen. Ein glattes Profil bei einer Singlebörse muss und sollte aus diesem Grund nicht sein. Wozu auch? In unserer Gesellschaft ist vieles bereits genug weichgezeichnet. Gerade bei so etwas Essentiellem wie Anziehung, sind Ecken und Kanten wichtig. Was wir gerne an uns ändern würden, ist für viele nämlich oftmals einfach nur liebenswert. Im Zuge dessen finde ich die aktuelle Kampagne #LoveYourImperfections von LoveScout24 (vormals FriendScout24) absolut sehenswert. Die Singles da draußen, die keine Lust haben sich zu verstellen und ein wenig mehr Echtheit und Ecken und Kanten mögen, sollten sich LoveScout24 unbedingt näher ansehen. Wenn ihr an eure Dates oder Partner denkt, welche Unzulänglichkeiten habt ihr ins Herz geschlossen?


* Dieser Beitrag wird von LoveScout24 unterstützt.

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Diskussion

8 Kommentare zu “#LoveYourImperfections mit LoveScout24”
  1. Laura sagt:

    Eigentlich mag und mochte ich euer Blogazine wirklich gerne, aber in letzter Zeit ist wirklich jeder einzelne Beitrag irgendwie gesponsert und monetarisiert.
    Die Posts haben nicht mehr so die Tiefe, sondern wirken teilweise beim Lesen schon so „Hmm, der Kunde will, dass ich übr x/y schreibe, was fällt mir dazu bloß ein“, dass mich die Sponsoring-Kennzeichnung unten dann nicht mehr überrascht. Das tut eurer bisherigen Qualität wirklich einen Abbruch und ist sehr schade! Glaubwürdigkeit ist als Blogger eines der wichtigsten Güter…

    • Mia Mia sagt:

      Liebe Laura,

      es gibt noch immer zahlreiche, nicht gesponsterte Artikel. Und selbst wenn manche Artikel gesponsert sind, wie beispielsweise Artikel zur Kampagnen wie #nurwennicheswill etc. dann gibt es keinerlei redaktionelle Vorgaben. Wenn die Tiefe fehlt, hat das nichts mit Monetarisierung zu tun, sondern weil man in stressigen Situationen nicht immer 100% abrufen kann. Unsere Sommerpause über 6 Wochen habe ich zum Beispiel mehr als nötig. Wir sind alle keine Maschinen. Ich finde es dennoch ganz schön anmaßend davon zu sprechen, dass den Beiträgen Substanz fehlt. Was bitte liefert ein Blog der vor allem Reviews und Outfits zeigt? Du hast immer Perlen und Cat Content. Und es ist immer ein Spagat bei einer Professionalisierung, da gelingt es einem manchmal besser und dann gibt es wieder Monate, da gelingt es einem schlechter. Kreativität ist kein Paar Schuhe, das ich mir aus dem Regal nehme und anziehen kann. Nehmen wir die letzten 10 Tage inklusive dem Yoga-Artikel, der heute online geht. Von diesem insgesamt 11 Artikeln der letzten 12 Tage (!) waren 3 gesponsert. Du bekommst fast jeden Tag Content FOR FREE, hinter dem eine Menge Arbeit und Mühe steckt. Und dass Glaubwürdigkeit das wichtigste ist, ist mir durchaus bewusst. Ich share tatsächlich nur Dinge, die so auch stattgefunden haben. Trotzdem werde ich hier nicht mein halbes Privatleben offen legen, um den Beiträgen immerzu Tiefe zu geben.

      Beste Grüße

  2. Alex Alex sagt:

    Mögen Frauen Männer mit Wampe wirklich? Ich mags garnicht glauben…wäre zu schön um wahr zu sein haha

    • Mia Mia sagt:

      Ich glaiube, Wampe ist ein arg fieser Name für ein bisschen Bauch. Und selbst wenn – who cares? :)

  3. Simone sagt:

    ich finde Deinen Artikel toll….. die Welt ist so sehr an Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten orientiert……man sollte auf jeden Fall ein zweites Mal hinschaun….oft habe ich Typen getroffen, die optisch für mich einfach der Knaller waren – und ich dann feststellen musste, dass nicht mehr als ein schöner Schein vorhanden ist…..was hab ich von einem Beau, der nix im Hirn hat und menschlich unter aller Sau….dann lieber Wampe mit Herz :-)

    • Mia Mia sagt:

      Absolut! Nicht vergessen sollte man jedoch, dass auch einer mit Wampe doof sein kann und ein Schönling total lieb – wir wollen die Klischees nicht zu sehr bestärken. In jedem Fall geht es darum, dass man zu sich steht. Egal ob man eine Wampe oder einen Sixpack hat, keiner sollte sich verstellen. Und auch schöne Menschen haben Unsicherheiten. Ich kenne einen Mann, der wahnsinnig unsicher ist und man würde das nie denken. :)

      Liebe Grüße
      Mia

  4. Lakritz sagt:

    Ich sage es mal so: Wenn die Wampe an einem guten „Gerüst“ befestigt ist und somit ins Bild passt, ist das schon ok…. ;)
    Proportionen sind da wichtig, bei Mann als auch bei Frau. Mir sagte mal ein Mann, ich sei nicht so „perfekt schön“, irgendetwas sei anders. Und das Kompliment hab ich wirklich gern angenommen.
    :))
    Haltung ist wichtig, Ausstrahlung, Würde.
    Ich glaube tatsächlich, achtsame würdevolle Menschen sind schön, unabhängig davon, ob das gleich mit sexueller Anziehung gleichzusetzen sein muss. Und ich finde auch, Menschen werden mit der Zeit auch schöner, nämlich wenn man sie eben mit LIebe betrachtet. Was nicht heißt, dass es auch Menschen gibt, die man liebt, wo es aber nie funken wird.

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