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Letzte Woche habe ich mich wieder dabei erwischt. Ich swipe durch meine Social Media Kanäle und ein Werbebanner fängt mein Interesse. So schnell kann ich gar nicht gucken wie ich mein Paypal-Passwort eingebe und der Kaufvorgang abgeschlossen ist. Liebes Online Shopping, ich denke wir brauchen eine Beziehungspause.

Seit ich nicht mehr im Einzelhandel arbeite, meide ich die Innenstädte und schlendere nur noch selten durch die Läden. Was ich acht Jahre in fast jeder Mittagspause tat, auch um über die Mitbewerber informiert zu bleiben (oh, wir haben viele Namen und Ausreden dafür in der Branche), mache ich jetzt nur noch wenn ich wirklich muss. Dafür hat sich ein anderer Bereich in meiner eigenen Shoppingwelt vergrößert: Online Shopping.

Goodbye, My Online Lover.

Ich bin allein beruflich täglich mehrere Stunden online und vor allem auf Social-Media-Kanälen unterwegs. Ich selbst entwerfe solche Kampagnen und weiß was dahinter steckt. Und meine Kollegen sind gut. Zielgruppenspezifische Ads, die genau meinen Typ ansprechen, ploppen zwischen den Beiträgen meiner Freunde, Partner und Kunden auf. Wie ein Laden, der ein Schaufenster nur für mich gestaltet hat. Ich werde neugierig und klicke mich durch neue Shops. Oft ohne etwas zu bestellen, aber wenn mich ein Bild besonders anspricht, bleibt es im Kopf. Und in der nächsten PMS-Phase, nach einem harten Tag oder genau dann, wenn ich mich belohnen möchte, krame ich es aus meinen Hinterkopf hervor – und bestelle.

Paypal, gespeicherte Passwörter, 1-Klick-Bestellungen machen es möglich den Entscheidungsweg möglichst kurz zu halten. So geschehen letzte Woche, als ich ein wirklich unnötiges Beauty-Produkt innerhalb von zwei Minuten bestellt hatte. Ich schloss das Shop-Fenster und musste meine geistige Gesundheit ganz kurz in Frage stellen. Deswegen ziehe ich jetzt die Reißleine.

Ein Jahr ohne Online Shopping.

Kein Asos, kein Zalando, kein Amazon, kein Facebook-Ad-Asia-Klamottenstore. Nein. Keine 100-Tage-Zahlpause, kein kostenloser Versand. Wenn ich etwas benötige, werde ich ein bisschen mehr Aufwand als zweimal „WEITER“ klicken betreiben müssen. Und im Zweifelsfall auch mal in einer anderen Stadt gucken. Einzige Ausnahme: Bestellungen für Kunden von mir oder Aufträge. Ansonsten werdet ihr mich Weihnachten durch die Shops rennen sehen, anstatt auf der Couch klickend.

Ich bin wirklich gespannt ob ich das durchhalte und wie sich mein Kaufverhalten ändert. Werde ich Geld sparen? Oder einfach nur super genervt sein nach kürzester Zeit? Einen kleinen Trick habe ich aber schon. Wenn meine Freundinnen bestellen und es nicht haben wollen, dann kann ich es ja abkaufen. So geschehen bei diesem schönen gelben Pullover von Brandy Melville. Erst von Madlen ausgeliehen, hat Anne ihn sich auch bestellt und übergibt ihn nun mir. Ich finde das zählt nicht als Schummeln, oder?

Also, wer macht mit? Habt ihr euch selbst auch schon mal auf eine kleine Challenge herausgefordert? Wie lief das?

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Diskussion

12 Kommentare zu “Dear Online Shopping, we need to talk.”
  1. Beauty Mango sagt:

    Das nenn ich mal ein Vorhaben. Das würde ich nicht schaffen :D Ich drücke dir die Daumen!

  2. Anja sagt:

    Das finde ich auch ein echt spannendes Vorhaben! Ich hasse es einkaufen zu gehen und mich in einer Umkleidekabine dauernd an- und ausziehen zu müssen. Und viele Dinge wie Naturkosmetik oder diese bestimmte Hose finde ich auch nur online. Deshalb könnte ich mir ein Online-Shopping-Verbot kaum vorstellen. Andererseits sind deine Argumente ebenso einleuchtend und machen neugierig, welchen Einfluss der Verzicht hätte.
    Bin schon sehr gespannt, was dein Fazit (oder auch Zwischenbilanz) sein wird :)

    • Sarah Sarah sagt:

      hihi danke Anja! Ja ich bin gespannt welchen Anteil Onlineshopping wirklich in meinem Leben einnimmt. Bis jetzt läuft es ohne Probleme – wir werden sehen :D

  3. die chrissy sagt:

    Krasse Idee, die mir sicherlich auch eine gute Stange Geld und Zeit sparen würde. Eigentlich ist es ja verrückt, wie viel Aufwand mit Online Shoppen am Ende verbunden ist und wie viel Geld man mehr ausgibt, da sich die Auswahl der vermeindlichen Schnäpchen ja so erhöht im Vergleich zum normalen Shop. Ich bin gespannt, auf deine Erfahrungen und dein Fazit am Ende

  4. Mia Mia sagt:

    Manches sehe ich total ein, aber Mädel…das ist echt eine krasse Nummer, haha! Bei Zara werde ich immer Online Shopping bevorzugen und auch bei Westwing, das findest du in der Auswahl NIE im Einzelhandel. Allerdings lasse ich mich auch nicht so schnell verführen, hehe. Verrate uns doch mal, was für ein sinnloses Beauty-Utensil das war, höhö…

    • Sarah Sarah sagt:

      Ich würde es nicht tun, wenn ich nicht wüsste, dass ich genug Klamotten und Kram für mehr als ein Jahr habe :D Und deinen Kleiderschrank, und Madlens,… es war übrigens das PERFECT SELFIE Puder von Wunder2…………

  5. Daniela sagt:

    Ich sag einfach mal, ich bin dabei – aber ich seh mich schon es nicht durchhalten :D Zumindest bei nicht so alltäglichen Einkäufen wie Interior (westwing ist mein Favorit, so eine Auswahl gibt’s sonst einfach nicht zu den Preisen!) Witzigerweise habe ich zwei englischsprachige Bücher bei amazon im Warenkorb so wie ich das hier tippe – da renn ich heut mal in den Buchladen und bestell die dort, was? Ganz ehrlich: ich bin froh, wenn ichs durchhalte, seh es aber pragmatisch. Denn im Dezember möchte ich ein, zwei Möbelstücke kaufen und die werde ich (wohl oder übel) bestellen. Aber das erlaube ich mir jetzt schon :D

    Liebe Grüße!

    • Mia Mia sagt:

      Also ich denke auch Sarah…ein Monat reicht. :p

    • Sarah Sarah sagt:

      Haha naja ich mach das auch vor allem weil ich viel zu viel Stuff habe und herausfinden will, wie oft ich wirklich online Blödsinn shoppe. Ich werde bestimmt auch mal nicht durchhalten. Aber ich bin auch gespannt ob ich mich jetzt mehr anstrenge, bestimmte Dinge zu finden, oder aus Faulheit einfach weniger kaufe (best case haha) :D

  6. Julie sagt:

    Puh.. ein Jahr Online-Shopping-Pause? Gute Aktion, aber nicht mit mir. :D Wobei ich mich in der Regel weder online noch offline spontan zum Kauf verführen lasse, sondern Wunsch-Artikel erstmal auf eine Liste setze und gucke, ob mein Bedürfnis danach, diese Dinge zu besitzen, nach einiger Zeit immer noch da ist – das klappt bei mir ganz gut. Ich achte aber auch, egal ob on- oder offline, darauf, wen ich mit meinem Kauf unterstütze – ist das Offline-Geschäft ein inhabergeführtes Herzensprojekt? Dann bevorzuge ich es gerne gegenüber dem Online-Shop, auch wenn es in manchen Aspekten nicht ganz so bequem ist. Die Filialen größerer Modeketten meide ich dagegen on- und offline wie die Pest und kauf dort nur etwas, wenn es gar nicht anders geht.

    • Sarah Sarah sagt:

      Das klingt gut! Vielleicht hilft mir diese Aktion ja mehr in deine Richtung, mit dem „auf die Liste setzen“ zu gehen. Bestimmte Brands und Ketten meide ich auch. Finde ich super, deine Einstellung. :) Es gibt auch viele süße Onlineshops, die mit ganz viel Herz aufgebaut sind. Das fehlt mir ein bisschen.

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