Organisation Umzug

Im Umziehen bin ich mittlerweile Meister, auch wenn mein Hab und Gut bisher immer überschaubar war. Dass ich das Packen für mich perfektioniert habe, hat aber weniger mit der Übung zu tun, als mit dem Fakt, dass ich ein unglaublich organisationswütiger Mensch bin. Schließlich ist nichts ist schlimmer, als am Ende keine Ahnung mehr zu haben, was in welchem Karton zu finden ist. Für alle Packmuffel – inklusive meiner großen Schwester, die sich am liebsten auf mich verlässt, wenn es um derartige Belange geht – habe ich deshalb meine nerdigsten Tipps zusammengestellt, um euren nächsten Umzug ein wenig organisierter ablaufen zu lassen.

Adios, Angstschweiß! Die 5 besten Tipps für einen organisierten Umzug

Kisten, Kisten, Kisten.

In allen erdenklichen Größen, Formen, Farben. Sammelt alles, was ihr finden könnt und zwar eiskalt und ab dem Zeitpunkt an, an dem ihr von eurem bevorstehenden Umzug wisst. Der Karton in dem die Bücher geliefert wurden? Aufheben! Die Kiste der neuen Schuhe? Bloß nicht wegschmeißen! Das spart nicht nur Kosten, sondern erlaubt es euch auch in großen Kartons kleine Unterthemen anzulegen. So habe ich in meinem Beauty-Karton beispielsweise kleine Kistchen, die allesamt beschriftet sind: in der einen die Pflege, in der anderen Produkte für den Körper und die Haare. So könnt ihr euch ganz leicht die Nerven beim Auspacken sparen. Besonders, wenn ihr erst bestimmte Bereiche einräumen möchtet, bevor ihr euch andere vornehmt.

Meidet es Themen in Kartons zu vermischen.

Das solltet ihr mit fortschreitender Menge an Hab und Gut definitiv durchziehen, und zwar konsequent. Gerade bei großen Umzügen wird selten alles in der ersten Woche ausgepackt. Vermeidet lästiges Suchen und Nervenzusammenbrüche, weil das Ladegerät des liebsten Tablets nicht aufzufinden ist oder keiner mehr eine Ahnung hat, wo sich letztlich die Tischdecken von Oma befinden.

Beschriftet alles haarklein mit Edding und Knallfarben!

Ihr werdet es euch am Ende selbst danken. Ein bunter Zettel sticht einfach schneller ins Auge als die Schrift irgendwo auf einem riesigen Karton zwischen all den Kartons und Kartons und Kartons. Übrigens: auch die kleinen Kartons in den großen wollen von euch beschriftet werden.

Nehmt euch Zeit.

Beginnt bereits mindestens 2 Wochen vorher mit dem Packen für 1-2 Raumwohnungen, 3-4 Wochen vorher für 3-4 Raumwohnungen und definitiv mindestens 6 Wochen vorher für ganze Häuser. Nur, wenn ihr durchdacht plant und packt, könnt ihr euch am Ende entspannt zurücklehnen und auch das Auspacken in der neuen Wohnung genießen. Denn am Ende reichen nie die Kartons, es fehlt noch Folie oder Zeitung zum Einpacken oder eine Decke zu wenig schützt euer geliebtes Sofa. Bitte erspart euch den unnötigen Stress für euer Seelenheil – und das eurer Helfer.

Mistet knallhart aus

… und nutzt die Gelegenheit zum Spenden. Ich bin mir sicher, das ein oder andere könnte entsorgt oder unter Umständen sogar gespendet oder an Freunde/Bekannte verschenkt werden. Denn letztlich ist zu viel Besitz eine Last und lenkt uns nur zu gerne von wesentlichen Dingen ab. Trennt euch deshalb am besten im gleichen Atemzug von unnötigem Ballast und gebt ihn an Leute, die mehr damit anzufangen wissen oder dringend Hilfe benötigen. Warum? Weil Geben, ohne etwas im Gegenzug dafür zu verlangen, etwas unheimlich Schönes ist. Die Welt ist hart genug, mach das Leben der anderen ein wenig schöner, wenn du kannst.

Happy moving!

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