Zucchini-pancakes-recipe-glutenfree

Nach einer heißen Woche ist es plötzlich Herbst geworden. Irgendwie abstrakt, denn noch vor wenigen Tagen habe ich meine Abende am See verbracht. Bei lauen Temperaturen im warmen Wasser mitten in der untergehenden Sonne! Der Sommer hatte sich von seiner schönsten Seite gezeigt. Keine Woche später sehe ich dicke Jacken, volumiöse Schals und schwere Boots. Und zahlreiche Schnupfnasen. Der Temperaturwechsel scheint dem ein oder anderen ordentlich zuzusetzen und auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind einige erkältet. Um Infekten vorzubeugen, sollte man sich ausgewogen ernähren und auf ausreichend Bewegung achten.

Mit ein paar Tricks werden auch einfache Rezepte zu richtigen Immunboostern. Statt Weizenmehl verwende ich zum Beispiel ausschließlich gemahlene Haferflocken, Traubenkern-, Chia- und Leinsamenmehl oder Nussmehle aus Mandeln und Haselnüssen. Getreide wie Emmer, Einhorn und Dinkel ist ebenfalls eine gute Alternative zu hochgezüchtetem Weizen, der in fast allen Küchenschränken als Type 405, 550, 1050 oder 1700 sein Unwesen treibt. Wenn es euch nach dem Genuss von stark verarbeiteten Lebensmitteln nicht gut geht, muss das im Übrigen nicht mit Gluten zusammenhängen. Eine reine Glutensensitivität (im Gegensatz zu Zöliakie) gibt es vermutlich nicht. Dafür ist es möglich, auf sogenannte FODMAP’s sensibel reagieren. Statt zu Kuhmilch, greife ich meist zu Mandelmilch. Ein Superfood ist Mandelmilch zwar nicht, doch für mich in jedem Fall eine ansprechende Alternative. Der Grund ist, dass mich konventionelle Milch müde bzw. träge macht. Außerdem ist sich die Wissenschaft nicht einig, wie gesund Milch tatsächlich ist. Ich vermisse nichts beim Verzicht auf Milch, im Gegenteil. Ich wurde schon früh durch meine Großeltern auf Naschkatze konditioniert und mochte Obst schon immer lieber als Gemüse. Das wird sich vermutlich nie ändern. Dennoch versuche ich, auch für einfache Gerichte regelmäßig auf unterschiedliche Gemüsesorten zurückzugreifen. Seit neuestem esse ich sogar Paprika! Noch lieber mag ich jedoch Zucchini. Wusstet ihr eigentlich, dass Zucchinis nichts mit Gurken am Hut haben, sondern tatsächlich ein Kürbisgewächs sind? Zucchinis haben das ganze Jahr Saison und enthalten verhältnismäßig viel Kalium, Magnesium und Eisen. Ob als Zoodles oder Ersatz für Lasagneblätter – sie sind vielseitig einsetzbar und durch ihren milden Geschmack sogar in süßen Gerichten eine passende Zutat. Nicht fehlen dürfen im Herbst für mich außerdem Knoblauch, Pfeffer und Zitrone – scharf, sauer und vitaminreich! Jedes noch so fade Gericht wird mit der richtigen Würze schmackhaft und stärkt darüber hinaus die Abwehrkräfte.

Zucchini_pancakes_vegetarian

 

Zutaten:

1 Ei

1 Eiweiß

40g Haferflocken zermahlen

1/2 EL Olivenöl

1/2 TL Salz

30ml Mandelmilch

eine kleine Zucchini

eine Knoblauchzehe

Olivenöl zum Anbraten

Die Basis meines Fitfood-Rezepts ist ein simpler Pfannkuchenteig. Haferflocken sind günstig, mit einem Mixer lässt sich daraua schnell ein sehr gutes Mehl herstellen. Man kann die Flocken natürlich auch kurz vor dem Backen oder Kochen zu Mehl zermahlen. Das Ei und das Eiweiß (das verbleibende Eigelb einfrieren oder für eine Soße am Abend aufheben) werden in einer Schale mit dem 1/2 EL Olivenöl und dem Salz schaumig geschlagen. Dann werden die Haferflocken und die Mandelmilch hinzugegeben. Die Masse wird anschließend sämig gerührt und muss circa 5 Minuten quellen. In der Zwischenzeit wird eine kleine Zucchini gewaschen und in feine Scheiben gehobelt. Die Scheiben werden mit einem Messer in ~1cm breite Streifen geschnitten und in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur angebraten. Im Anschluss etwas Olivenöl in die Pfanne geben und eine zerdrückte Knoblauchzehe darin erhitzen. Jetzt werden zwei Speiseringe in die Pfanne gesetzt, sodass die Pancakes auch optisch etwas hermachen. Jeweils einen Ring festhalten und den Boden dünn mit Teig bedecken. Während der Teig backt, sollte man den Speisering etwas festhalten, damit die Masse an den Rändern nicht auslaufen kann. Die gegarten Zucchinistreifen werden auf den gebackenen Pfannkuchenboden gelegt und mit dem übrigen Teig überzogen. Zwei oder drei Zucchinistreichen können dekorativ als Topping verwendet werden. Der geschichtete Pfannkuchen sollte im Speisering bei niedriger Stufe langsam durchgaren. Den fertigen Fitfood Pancake kann man mit Olivenöl und frischer Zitrone beträufeln, mit einer Knoblauchzehe abreiben und anschließend mit Pfeffer würzen. Das sorgt für mehr Geschmack, einen saftigen Glanz und eine angenehme Schärfe. Guten Appetit!

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Diskussion

7 Kommentare zu “Fitfood Pancakes für den Herbst”
  1. Die Chrissy sagt:

    hmmmm Zucchini ist toll! Im Sommer habe ich immer ganz schön viele davon aus dem Garten von Papa. Meist landen sie total uncool in der Pfanne oder mit Schafskäse im Ofen. Das Kreativste waren Chips :-D Dein Rezept versuche ich mal, ohne Freund, der mag Zucchini so gar nicht. Überhaupt nicht :-) Freu mich, dass ihr wieder am Start seid und wünsche ganz viel Schreibfreude!

  2. AD sagt:

    Juhu, endlich wieder ein Rezept :-)
    Zucchinis gehen immer. Aber Zoodles hab ich tatsächlich immer noch nicht ausprobiert, es scheitert noch am Kauf eines Spiralschneiders :D Kannst Du einen empfehlen?

    Würdest du eigl. sagen, dass sich der Kuhmilchverzicht auf deine Haut ausgewirkt hat?

    Liebe Grüße! AD :)

    • Mia Mia sagt:

      Hallo du,

      das könnte ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Meine Haut ist eigentlich immer gut, es sei denn ich habe zuviel Stress oder esse einige Tage deutlich zuviel Zucker. Der Kuhmilchverzicht hat sich jedoch deutlich auf mein Wohlbefinden ausgewirkt. Meinen Partner konnte ich davon inzwischen auch überzeugen. Er nimmt jetzt Hafer- und Reis-Kokos-Milch und fühlt sich damit sehr gut. Bis auf in den Kaffee – da schmeckt wohl nichts besser als Milch? Ich kann das als Nicht-Kaffeetrinker leider nicht beurteilen. :)

      Ich habe einen Spiralschneider von Amazon, doch ich glaube dass dieses Model auch fetzt. Damit gehen Möhren und Zucchini klein, ich würde ihn kaufen wenn ich meinen nicht schon hätte. :)

      Liebe Grüße an dich! <3

  3. AD sagt:

    Oh toll, danke für den Tipp, der ist ja sogar bezahlbar ;-) Dann steht meinen ersten Zoodles hoffentlich bald nichts mehr im Wege ;-)

    Also ich kann dir nur sagen, dass ich auf Kuhmilch im Kaffee nicht verzichten möchte – ich hab viel proebiert, aber das schmeckt alles echt bahh im Kaffee. Da ich aber nur einen, maximal 2 davon pro Tag zu mir nehmen, hält sich mein Milchkonsum in Grenzen. Meinen Partner konnte ich leider gar nicht überzeugen, ihm graut es vor Hafer, Soja, Reis- und aderen Drinks. Immerhin aber kauft er aber jetzt Bio- und Weidemilch ;-)

    Liebe Grüße :)

    • Mia Mia sagt:

      Erzähl mir dann unbedingt, wie sie dir geschmeckt haben! :D Also ich hatte auch immer Probleme, meinen Partner zu überzeugen. Dann habe ihm die Reis-Kokos-Choco Milch von Provamel vor die Nase gehalten. Meinung sofort geändert. :D Vielleicht ist das ja einen Versuch wert? :)

  4. AD sagt:

    Die kennt er schon, haha ;-)

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