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Seit September letzten Jahres habe ich einen schwarzen Mops, der mein Leben täglich auf den Kopf stellt. Ich habe ihn damals beim Züchter aufgrund seines unbändigen Temperaments ausgesucht. Die Schwarzen sind etwas wilder und resistenter als die Blonden, heißt es. Als ich den kleinen Racker damals in der Nähe von Würzburg zusammen mit Jess abgeholt habe, hatte ich zuerst Zweifel, ob ich das allein auch packe. Ich hatte als Kind häufig Hunde von Nachbarn und Verwandten um mich, doch selbst Verantwortung für einen jungen Hund zu übernehmen, ist doch etwas anderes. Zusätzlich beschreiben mich meine Freunde als recht sorglos, weshalb sie einen frühen Unfalltod für den Welpen vorhersagten. Makabrer Humor, keine Frage.

Tatsächlich geht es dem Hund ausgezeichnet. Er hört gut, kann eine Unmenge an sinnlosen Tricks und hat derart viele Macken und Eigenarten, dass ich immerzu lachen und mit dem Kopf schütteln muss. Levi – so wurde der Mops zuerst getauft – ist inzwischen ausgewachsen. Mit Größe, Gewicht und wachsendem Eigensinn wurde aus Levi dann Jermaine. Was für ein schräger Name, mögen viele jetzt denken. Tatsächlich ist es so, dass Hundi bereits in den ersten Monaten von einem Amerikaner trainiert wurde, der ihn dickköpfig umzubenennen versucht hat. Mein Hund sei „schwarz“, er bräuchte einen schwarzen Namen. Hundi’s Coach ist Afro-Amerikaner und großer Fan von J. Cole, weshalb als „black name“ Jermaine auserkoren wurde. Ich habe mich lange gewehrt und versucht, mit allerlei Leckerli den Mops ausschließlich an Levi zu gewöhnen, doch aufgrund der Länge und vermutlich auch der Stimmfarbe beim Ruf, hat sich Jermaine irgendwann durchgesetzt. Zwischen all den Emmas, Diegos und Neros hört man in den Leipziger Wäldern ab und an ein genervtes „Jermaaaaine“, was garantiert zur Belustigung aller beiträgt.

Auf solch einen Spaziergang habe ich vor kurzem meine Kamera mitgenommen. Jermaine liebt andere Hunde, ist extrem verspielt (was auch sonst mit 10 Monaten) und insgeheim ein Formwandler. Ich könnte mich regelmäßig kaputtlachen, wenn er all diese Grimassen inklusive Glubschaugen macht. Ein bisschen nervig ist seine Vorliebe für Taschentücher. Die hat er, seit er ein kleiner Welpe war. Eine Macke, die ich ihm vermutlich nie abgewöhnen werde.

Jermaine – The Black Pug

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Diskussion

7 Kommentare zu “Walking The Doggy”
  1. Petra Bauer sagt:

    HA-ha…. ich bekomme gerade das Grinsen nichtmehr aus dem Gesicht. Kommt mir irgendwie bekannt vor, habe einen jetzt einjährigen Frenchie zuhause :D

  2. Ginni sagt:

    Nanu, Du hast Deinen Hund nicht selbst erzogen und ausgebildet?! Ich finde, das ist eine der schönsten Tätigkeiten überhaupt, die man mit seinem Hund erleben kann: Ausbildung und Erziehung. Daran wächst man im Team und lernt seinen Hund viel besser kennen.

    • Mia sagt:

      Hello! Doch, ab 3 Monaten etwa. Ich habe ihm Sitz beigebracht, doch solche Specials wie etwas liegen lassen, die Aufmerksamkeit bekommen etc. kam von amerikanischen Coach. Ich habe dann in Englisch weitergemacht mit Rolle, Männchen, Platz, High Five usw. Er ist dennoch ein englischer Hund, weil er seine ersten Lebensmonate nicht allein mit mir verbracht hat. :)

      Liebe Grüße

  3. Caro sagt:

    Ich liebe Champignon [ˈʃãːpɪnjõ] <3

  4. Lakritz sagt:

    Seit langem Mal wieder vorbeigeguckt, irgendwie hab ich euren Blog ein paar Monate vergessen. Wie schön, wieder hier zu sein. Zum Mops: Ich fand die immer unsagbar hässlich. Aber dieser hier….diese Augen, süüß . :)

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