app-wie-photoshop-aufhellen

Kürzlich wurde mir eine App zur Bildbearbeitung empfohlen, die ich so grandios finde, dass ich sie euch keinesfalls vorenthalten möchte. Die Rede ist von Snapseed. Warum die App in meinen Augen so besonders ist? Sie ermöglicht es Bilder in Teilen bzw. nur konkrete Bildelemente eines Fotos aufzuhellen/abzudunkeln respektive zu bearbeiten. Das kenne ich bisher von keiner anderen App zur Bildbearbeitung – zumindest von keiner kostenfreien.

Natürlich verfügt auch Snapseed über die gängigen Funktionen, die man von anderen Applikationen kennt. Es gibt Funktionen zur Farbabstimmung (Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Wärme, …), man kann das Bild drehen, zuschneiden, schärfen, Text einfügen und so weiter. Darüber hinaus gibt es eine unglaubliche Fülle an verschiedensten Filtern, die man dann natürlich auch noch in ihrer Intensität variieren und übereinanderlegen kann. Daneben bietet die App eine ganze Reihe an Tutorials für bestimmte Looks.

All das kennt man von vielen anderen Apps natürlich auch. Die Veränderung wirkt sich bei der Bearbeitung allerdings immer auf das gesamte Bild aus. Bei Snapseed gibt es hingegen ein Pinselwerkzeug mit welchem man Helligkeit, Belichtung, Farbtemperatur und Sättigung sehr präzise nur auf die gewünschten Bildausschnitte und -elemente anwenden kann.

Da ich perfektionistisch veranlagt bin, finde ich das großartig! Nicht selten habe ich früher auch Smartphone-Fotos, vor dem Teilen auf Instagram, kurz auf meinen Rechner gezogen. Nur um – hier und da – noch einige Stellen aufzuhellen oder abzudunkeln. Mit Snapseed gelingt dies in Sekundenschnelle auch auf dem iPhone. Besonders praktisch ist dies natürlich, wenn man gerade auf Reisen ist und den Laptop nicht immer zur Hand hat.

app-bildbearbeitung-partiell-aufhellen-snapseed

Bildbeispiele: mit Snapseed einzelne Bildelemente bearbeiten

Um euch die Funktionsweise des Pinselwerkzeugs von Snapseed zu verdeutlichen, habe ich euch ein paar Beispiele herausgesucht. Kürzlich war ich mit Kneipp auf Mallorca unterwegs und hatte dort stetig tolle Bildmotive vor der Nase, die ich als Snapshoots mit dem Smartphone festgehalten habe.

Beispiel I – Der Blick aus dem Fenster 

Das erste Beispiel – der Blick aus dem Fenster – zeigt einen deutlichen Helligkeitsunterschied zwischen Innen- und Außenraum. Die Zitronenbäume draußen kommen wunderbar heraus. Doch der hübsche Innenraum bekommt gar nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient. Würde man nun einfach die Helligkeit bzw. Belichtung des gesamten Bildes verändern, wäre der Fensterbereich völlig überbelichtet. Mit Snapseed konnte ich – einfach mit dem Zeigefinger – den Fliesenbereich des Innenraumes aufhellen und nachbelichten.

Übrigens auch sehr schön: beim Speichern kann man entscheiden, ob man das Originalbild überspeichert oder eine (bearbeitete) Kopie erstellt. Auch nicht unbedingt selbstverständlich.

app-bilder-teilweise-aufhellen-bildbearbeitung

snapseed-app-bildbarbeitung-fenster

Beispiel II – Der Mandelbaum

Das zweite Beispiel zeigt die Nahaufnahme einer Mandelblüte, die leider halb im Schatten lag. Natürlich hätte man auch hier das gesamte Bild aufhellen können. Leider wäre dann auch ein wenig das strahlende Blau des Himmels im Hintergrund verloren gegangen. Mit dem Pinselwerkzeug von Snapseed habe ich nicht nur die Sättigung des Blaus leicht intensiviert, sondern auch die Blüte stück für Stück nachbelichtet.

app-bildbearbeitung-fotos-aufhellen-teilweise

snapseed-app-bildbarbeitung-mandelbluete

Beispiel III – Cala Llombards

Kommen wir zu meinem Lieblingsbeispiel. Die Bucht Cala Llombards bei Santanyí. Ein atemberaubender Flecken Erde. Das Meer erstrahlt bei Sonnenschein in wunderschönem Türkisblau, doch leider war das Wetter bei unserem Besuch recht wechselhaft. Kaum verdeckte ein Wölkchen den Himmel, war die wunderbare Farbigkeit verschwunden. Zum Glück gibt es ja Bildbearbeitung. Auch hier wäre es natürlich möglich gewesen, das gesamte Bild aufzuhellen. Doch dann hätte wiederum der schöne Blaue Himmel an Intensität verloren. Daher habe ich im ersten Schritt Meer und Felsen mit dem Pinselwerkzeug von Snapseed aufgehellt. Im Anschluss wurde die Sättigung (und teilweise auch die Farbtemperatur) von Meer, Felsen sowie Himmel erhöht.

app-bilder-gezielt-teilweise-aufhellen-bearbeiten

snapseed-app-bildbarbeitung-bucht

Beispiel IV – Der Zitronenbaum

Beispiel vier zeigt eine Nahaufnahme zweier Zitronen an einem Baum. Das Gegenlicht sorgt für eine tolle Stimmung, doch dadurch wirken die Früchte natürlich recht dunkel. Hier habe ich insgesamt vier Bearbeitungsschritte vorgenommen. Dabei bin ich etwas anders vorgegangen, um euch zu zeigen, was Snapseed noch alles kann.

1. Zuerst wurde die Struktur und die Schärfe verstärkt.
2. Im zweiten Schritt habe ich mit der Farbabstimmung Helligkeit, Kontrast, Spitzlichter und Schatten verändert.
3. Danach wurden die Zitronen aufgehellt. Diesmal nicht mit dem Pinselwerkzeug – bei welchem man mit dem Finger genau die Bereich auswählen kann, die man möchte. In diesem Beispiel habe ich die Selektive Helligkeitsveränderung genutzt. Man legt dabei einen Punkt im Bild fest und kann diesen, sowie einen gewissen Radius darum, aufhellen oder abdunkeln. Natürlich ist es auch möglich mehrere Punkte auszuwählen. In meinem Bespiel sind es zwei.
4. Als letztes habe ich das Reparaturwerkzeug benutzt, um einige Ungleichmäßigkeiten auf den Zitronen zu entfernen. Bei Selfies ist diese Funktion großartig, um unliebsame Pickel und Unreinheiten im Gesicht zu entfernen.

app-bildbear-partiell-aufhellen-snapseed

snapseed-app-bildbarbeitung-zitrone

Kanntet ihr Snapseed bereits? Welche Apps nutzt ihr zur Bildbearbeitung?

Hat dir der Artikel gefallen?
Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Diskussion

3 Kommentare zu “Snapseed App – einzelne Bildbereiche einfach aufhellen oder abdunkeln”
  1. Beauty Mango sagt:

    Die App habe ich seit kurzem auch in Verwendung und finde sie klasse!

  2. Cosima sagt:

    Wow die App sieht wirklich sehr eindrucksvoll aus. Hab sie mir jetzt auch runtergeladen und werde mit deinem Beitrag mal ein paar Bilder bearbeiten. Vielen Dank für den Tipp!

Diskutiere mit

XHTML: Du kannst die folgenden Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>