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Hi ihr lieben Yogis,

zuletzt habe ich mal wieder versucht, meinen yogischen Horizont zu erweitern und ein wenig aus meiner eigenen Komfortzone auszubrechen. Ich habe einen Workshop für Yin Yoga und Mindfulness besucht.

Normalerweise ist meine Yoga Praxis ja fließend, kraftvoll, eher anstrengend. Ich liebe Flow Klassen und bin ja momentan total scharf auf Ashtanga Yoga (auch wenn ich es derzeit nicht soooo oft praktiziere), was für seine fordernden Asanas und Abläufe bekannt ist. Für mich ist es einfacher den Geist zu beruhigen und so Ruhe in meinen Kopf zu bringen, wenn ich meinen Körper anstrenge und mich stark auf mich, den Atem sowie die Verbindung aus Bewegung und Atem konzentrieren muss. Da bleibt dann eben kein Platz für allzu viel Gedankenwirrwarr. Aber bei Yin Yoga ist das etwas anders.

Meine bisherigen Erfahrungen mit Yin Yoga

Meine erste Yin Klasse habe ich in Portugal besucht. Es hat sich als kleines Ritual bei uns bzw. mir eingestellt, im Urlaub stets eine Yogaschule ausfindig zu machen und dann mindestens eine Stunde dort zu besuchen. Und da ich damals keine rechte Vorstellung hatte, was mich beim Yin Yoga so erwartet, habe ich einfach eine Klasse besucht.

Begeisterung hat sich damals bei mir nicht eingestellt. Solche Stunden sind halt nicht im klassischen Sinne anstrengend und körperlich. Das ist aber eigentlich genau das, was mir an Yoga so gut gefällt. Eben die Kombination aus Atem, Konzentration, Loslassen, Abschalten und körperlicher Bewegung bringt mir diese Zufriedenheit, die ich so an Yoga liebe.

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Aber ich bin ja neugierig und gerade vor dem Hintergrund meines anstehenden Teacher Trainings wollte (und will!) ich einfach verschiedene Yogastile kennenlernen oder eben zumindest mal ein bisschen reinschnuppern. So ein dreistündiger Workshop eignet sich gerade dafür ja hervorragend! Einen kurzen Exkurs zu Yin könnt ihr bei mir auf dem Blog lesen. Hier soll es nun um meine Erfahrungen im Workshop gehen und wie ich denn nun Yin Yoga so finde.

Ich muss sagen, in der Theorie finde ich Yin Yoga hervorragend. Ein echter Gegenpol zu dynamischen, kraftvollen Stilen. Ruhig, wo Vinyasa-basierte Stile anstrengend sind und wunderbar zur sanften, aber effektiven Dehnung der Muskulatur. Ich habe mich nach den Asanas – die zwischen mindestens drei und manchmal 20 Minuten gehalten werden – wirklich wunderbar gedehnt gefühlt und sogar ein bisschen muskelkaterig in den Hüften. Die Idee ist, es sich in der jeweiligen Asana „bequem“ zu machen und dann zu verweilen. Es darf ungemütlich sein, man muss es aber ohne Schmerz lange halten können. Auch hier verwendet man den Atem, um sich zu zentrieren und in Ruhe zu bringen. Ruhe im Körper (keine anstrengende Asana) = Ruhe im Kopf. Oftmals gleitet man aus einer Yin Praxis leicht(er) in die Meditation, sagt man.

Sagt man, denn ich kann das irgendwie einfach nicht. Mir fehlt dabei die Bewegung einfach zu sehr. Wie ich eingangs beschrieben habe, ist es eben die Kombi aus vielen Elementen, die Yoga für mich zu etwas Besonderem machen. Ich fühlte mich wie bei meinen ersten Meditationsversuchen: „Ist das so richtig? Wie lange noch? Wie lange hab ich denn schon? Junge, das zwickt aber. Ja, jetzt ist besser. Hmm, mir ist bisschen langweilig. Atmen – ein, aus, ein, auuuuus. Ob da noch was Spannendes kommt?“

Irgendwie ist da einfach der Funke nicht übergesprungen. Yin und ich, wir sind nur in der Theorie die besten Freunde.

Wie steht ihr zu Yin Yoga? Ist es vielleicht eure liebste Praxis? Was mögt ihr daran?

Liebe Grüße

Daniela

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