Bild: Sarah Muehl

Dieses Jahr war eine Herausforderung. Offen gestanden untertreibe ich bereits mit dem ersten Satz. Es war ein Höllenritt, der im Januar begann und sich bis in den Dezember zog. Ein vielverzweigtes Chaos, das sich durch Leben und Alltag zog, mich gefühlsmäßig Achterbahn fahren ließ und auch sonst immer wieder an die eine oder andere Grenze gebracht hat.

Während andere ihre liebsten Produkte aus 2016 schön arrangiert präsentieren oder ihre meist geklickten Blogbeiträge teilen, ist mir nach was Echtem. Oder sagen wir, in Anbetracht meines Jahres muss was Echtes her. Ich weiß, unsere Website und Arbeit wird als sehr professionell wahrgenommen. Was manche dabei vergessen ist, dass wir noch immer Blogger sind und Dinge aus unserem Leben teilen möchten. Manchmal, weil es befreit, anderen hilft, sie inspiriert oder ganz profan unterhält.

Der Zirkus von Schönheit und Perfektion darf einem manchmal auf die Nerven gehen und das ein oder andere Advertorial darf auch nicht gefallen. Trotzdem ist und bleibt die Plattform authentisch, ein Sprachrohr und ein sehr persönlicher Teil unseres beruflichen und privaten Lebens. Mir ist heute einfach danach. Mir ist danach, euch ein wenig von meinem Trouble zu erzählen. Von diesem anstrengenden Jahr, das mich Stehaufmännchen immer wieder liegen sehen wollte.

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Where to begin…

Angefangen hat das Drama im November 2015, als ich für meine damalige Beziehung in einem Schwall der Unzufriedenheit die Pause-Taste drückte. Bis auf wenige Wochen waren wir beinah zehn Jahre liiert. Ich wollte schon eine Weile nicht mehr so richtig. Grob gesprochen vermutlich 3 Jahre. Wir haben zwar immer wieder geredet und auch an uns gearbeitet, doch die Unzufriedenheit stieß mir immer wieder auf. Sie machte mich gleichgültig. Ich fühlte mich wie in einem Käfig, war weder traurig noch glücklich, sondern bis oben hin abgefüllt mit Sehnsucht.

Er und ich – wir sind herausragend gute Freunde und große Kindsköpfe. Er hat sich immer um mich bemüht und ich könnte nicht sagen, was er je falsch gemacht hat. Er hat mich mehr als gut behandelt und dennoch wollte ich nicht ankommen. Bei dem Gedanken an ein stärkeres Commitment fühlte ich, wie sich Panik breit machte. Zusammenwohnen war in Ordnung, doch alles was mehr bindet, verneinte ich über Jahre. Ich hatte das Gefühl, ausbrechen zu müssen, was ich schließlich auch tat. Ich belog mich selbst, war zu feige, einen richtigen Cut zu machen. Also wählte ich das Modell „Trennung auf Raten“.

Egotrip und schlechtes Gewissen

In den ersten Wochen unserer Beziehungspause hatte ich jemanden kennengelernt, in den ich umsonst Energie investierte. Er war weniger als nur ein Rebound, reine Projektionsfläche und laut eigener Aussage schrecklich verliebt. Ich fühlte mich erdrückt. Während der eine alles mitmachte, versuche mich der andere nach kurzer Zeit anzuketten. Unangenehm und anstrengend. Wer auch immer von „polyamourösen“ Geschichten träumt – been there, done that. Es ist es nicht wert, ich hätte mir den Kram absolut sparen können.

Amour in Ausrufezeichen, denn bis auf fehlende körperliche Chemie war außer Einbildung nicht viel greifbar. Ich verhielt mich ätzend. Anstatt jemanden wertzuschätzen, der stets alles für mich tat, befand ich mich auf einem Egotrip. Ich konnte mich selbst nicht leiden. Ich war der Überzeugung, ich müsste nur einmal auf die Schnauze fallen. Dann würde ich schon zu ihm zurückkehren, alles würde gut werden. Wie sehr mir das zusetzte, merkte ich an einem Abend. Ich fühlte mich elend, fast krank und glaubte, Algensalat sei daran schuld. Lächerlich. Was mich in die Knie zwang, war mein Gewissen.

Die chaotischen Umstände spiegelten das Chaos in meinem Inneren wider. Ich befand mich längst in einer Trennung. Trotz all der Mühen und der vielen Geduld war das Leck zu groß, der Kutter bereits unter Wasser. Was also tun? Sich zurückziehen, einen sauberen Cut machen und auf sich selbst besinnen? Oder sich kopflos in die nächste Affäre stürzen? Wie ein Pferd mit Scheuklappen wählte ich selbstverständlich die alles verkomplizierende Variante Numero 2.

Nebenkriegsschauplätze für professionelle Verdränger

Im Januar lernte ich dann ohne große Erwartungen jemanden Neues auf Tinder kennen. Tinder ist ein bisschen wie Farmen, um mit Gamersprache aufzuwarten. Viel investierte Zeit für wenig zufriedenstellende Ergebnisse. Von ihm erwartete ich nichts, weniger als nichts. Nicht einmal Bildung. Er war nur temporär in Deutschland, da ihn sein Sport in verschiedene Länder und Ligen brachte. Nach dem ersten Treffen war ich mir sicher, dass er unterhaltsam und ein guter Kumpel sein könnte. Und fünf Jahre jünger, was will man damit schon anfangen? Wie es im Leben oftmals ganz anders kommt, könnte man beinah schon als Ironie bezeichnen.

Wir hatten drei intensive Monate miteinander, die am Ende dazu führten, dass er – nennen wir ihn Jakoubek – für eine kurze Zeit bei mir einzog. Erwähnen sollte ich an dieser Stelle vielleicht, dass ich im Februar in meine eigene Wohnung zog. Zusätzlicher Stress. Möbel teilen, ein großer finanzieller Aufwand für ein neues Schlafzimmer und eine Küche versüßten mir den Winter nicht unbedingt. Jakoubek strich mein Schlafzimmer, baute mein Bett zusammen, war eigentlich immer da. Und trotz des guten Vibes, der heftigen Chemie muss ich offen zugeben, dass er in dieser Zeit die Funktion eines Rebounds einnahm. Er lenkte mich ab, wir lebten in einem beziehungsähnlichen Muster – kaum ein Unterschied zu Vorher.

Als er im Mai abreiste, fiel ich in ein Loch. In ein unsagbar tiefes Loch. Das erste Mal seit einem Jahrzehnt und länger – eigentlich sind es 13 Jahre – war ich allein. Der emotionale Overload führte dazu, dass ich mein Auto noch am Tag seiner Abreise aufgrund einer kaum übersehbaren Parkplatzbegrenzung zu Schrott fuhr. Ich schnitt 25cm Haarlänge ab und stand schon am zweiten Tag beim Piercer meines Vertrauens auf der Matte. Ich verlor meine Motivation für den Sport, ernährte mich katastrophal und noch viel schlimmer, floh über Wochen zu meinen Eltern. Mein Bruder witzelte schon darüber, dass ich zuhause wieder eingezogen sei. Was das Ganze verschlimmerte war, dass Jakoubek die ersten Wochen dank Zeitverschiebung und meines permanenten Rumstressens dezent verschwand. Kommunikation beinah auf Null. Ich lenkte mich ab, reiste nach Paris und Mailand.

Ein harter Sommer

Der Kontakt zu meinem langjährigen Ex-Partner Alex riss nie ab. Er war für mich da und baute mich auf. Zu gut für diese Welt. Was mich allerdings belastete, war nicht das phasenweise Verschwinden von Jakoubek, sondern das meines gewohnten Lebens. Das Aufgeben von Routinen nach 8 Jahren gemeinsamen Wohnens war hart. Das verstand ich zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht. So projizierte ich all meine Trauer auf jemanden, der zu dieser Zeit nicht in der Position war, eine solch tragende Rolle zu spielen. Ich ignorierte komplett, was in mir arbeitete und schickte mich auf einen emotionalen Spießrutenlauf.

Ich fühlte mich schuldig, meinen engsten Freund so schäbig behandelt zu haben. Geschnallt habe ich das nicht. Großer Liebeskummer, großes Drama! Der perfekte Nebenkriegsschauplatz, um sich von den Dingen abzulenken, die eigentlich Beachtung verdienten. So geschehen, entwickelte ich ein kluges Muster, Buße zu tun. Ich wurde needy, fordernd, anstrengend und ließ mich immer wieder von Jakoubek zurückweisen. Ich wollte mich in meinem Weltschmerz suhlen, einen Bösen musste es ja geben. Selbstverständlich waren immer nur die anderen Schuld. Egal, was schief lief.

Der Juni und Juli vergingen und obwohl wir uns wiedersehen wollten, entwickelte sich alles überaus langsam. Ich hatte immer wieder Ausraster, war unleidlich und impulsiv, heulte mich in den Schlaf ob seiner Unzuverlässigkeit. Im Spätsommer wurde es dann irgendwann besser, als ich mich ans Alleinsein gewöhnte. Auch die Kommunikation zu ihm verbesserte sich stetig. Nicht dass ich zu diesem Zeitpunkt jemals über mich und meine alte Beziehung nachdachte. Die Zeit verging und ich machte nur wenige Fortschritte. Ich verlor mich noch immer in meiner Trauer. Meine toughe Attitüde? Verschwunden. Mein schelmisches Wesen? Kaum noch vorhanden.

Ich fühlte mich unfähig, die einfachsten Dinge zu tun. Ich kämpfte mit Vergesslichkeit und schlechter Selbstorganisation. Einen verpasster Flug zur Hochzeit meines Onkels an Alex‘ Geburtstag verschwieg ich ihm zuerst. Obwohl ich die Möglichkeit hatte, kam ich nicht vorbei. Jahrelang richtest du seinen Geburtstag aus und dann verschwindest du? Es gab jemanden Neues. Ich wusste nicht, ob sie da sein würde. Und ich hatte Schwierigkeiten, Grenzen zu ziehen. Also schwieg ich und benahm mich vollkommen bescheuert. Noch zwei Wochen zuvor waren wir zusammen in Kopenhagen auf dem Roskilde Festival – als Freunde. Und an seinem Geburtstag stellte ich mich tot. Ich machte mir wirklich keine Ehre.

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Ganz kitschig für die Liebe über den Ozean

Ende Augut flog ich kurzfristig in die USA. Klar, wir sprachen zum Teil täglich auf FaceTime, doch ein Treffen zog sich hin. Wie sich herausstellte, war ihm das alles etwas unangenehm. Wo wolle ich denn wohnen? Verständlich, wenn man bei Mama residiert und in aller Herren Länder Frauen aufgerissen hat. Muss man ja auch erstmal kommunizieren, dass man mich nicht bei sich zuhause möchte. Ist in den USA auch konservativer. Da geht’s nämlich beim Casual Dating vorrangig ums zwanglose Rumvögeln und zwei Jahre später sofort ums Heiraten. Nicht, dass ich das mit meinem kulturellen Background nachvollziehen könnte. Wir sahen uns für eine Woche. Eine unglaublich chaotische Woche, die alles schlimmer machte. Kann sich auch keiner vorstellen, was da an aufgestautem Frust freigesetzt wird. Wir beide benahmen uns wie Idioten. Drei Monate und dann eine Woche? Wie kann sowas auch funktionieren? Gar nicht, so einfach ist das.

Am Ende war doch alles irgendwie gut und ich kehrte dann nach Deutschland zurück, genauer nach Stuttgart. Vier oder fünf Tage in gewohnter Manier. Dann wurde ich eine morgens wach und schickte eine wütende Nachricht. Ich nehme diese Mühen auf mich ihn zu besuchen und er benimmt sich wie ein Kind. Ich hatte einen dicken Hals und musste eine Menge Wortkotze loswerden. Da Jakoubek bei Konflikten gern den Schweiger spielt, endete das Ganze im Silent Treatment. 11 Tage, ich hörte erst wieder von ihm als er auf dem Weg nach Deutschland war. Ich hätte ihn umbringen können. Gleichzeitig half mir seine Unart, ihn von diesem lächerlichen Podest runterzuholen. Mit Franzi war ich zu dieser Zeit in London, die Gute hatte mir ebenfalls den Kopf gewaschen. Auch wenn ich sonst vieles verzieh, war mir das eindeutig zu blöd.

Ich war so weit, ihn abzusägen. Meine Gefallsucht wich und mein eigentlicher Charakter kam – Gott sei Dank – wieder zum Vorschein. Wenn er sich jetzt nicht rafft, dann zum Teufel mit ihm. Mit Jess zusammen kam es im September dann zu einer wunderbaren Kamikaze-Aktion und wir besuchten ihn auf dem Weg nach Fulda unangekündigt.

Während ich mich komplett auf das Drama in meinem Leben einschoss, entwickelte sich alles andere nebenher irgendwie von allein. Die Freundschaft zu Sarah, das entspannte Verhältnis zum ehemaligen Partner und ein besserer Draht zu alten Freunden. Ich entwickelte mehr Akzeptanz für meine Situation und konnte mich endlich wieder besser aufs Arbeiten konzentrieren. Zum Teufel mit Menschen, die mich nicht wertschätzen. Eigentlich würde ich ein tolles Leben führen, wäre da nicht Jakoubek. Dieser Dämlack, der all meine Mühen nicht verdiente?

Projektionsfläche für negative Emotionen

Ihr merkt es schon. Mein Nebenkriegsschauplatz stand in Flammen. Soviel Drama braucht niemand, nicht in einem Jahrzehnt. Was ich zu dieser Zeit widerrum nicht verstand: Der gute Kerl reagierte auf meinen Sturm. Am Ende machte ich ihn ein bisschen zum Spielball meiner Wut. Ich liebte es, mich an diesem Scheiß hochzuziehen. Liebte die Sensation, das heiß und kalt, alles nur keinen Alltag, keine Ruhe. Ruhe galt es tunlichst zu vermeiden. Im schlimmsten Fall würde es dazu führen, dass ich am Ende meine innere Stimme vernehme. Himmel, bloß nicht!

Nachdem wir uns sahen, nahm alles bald seinen gewohnten Gang. Es dauerte zwar nochmal eine Woche bis wir über den Streit sprachen und uns annäherten, doch Mitte Oktober trafen wir uns. Wir hatten sieben Wochen und klebten am Ende wieder aufeinander. Er trainierte meinen Hund, traf meine Eltern, machte mir unbeholfene Liebeserklärungen. Alles was er dafür bekam, war ein Korb nach dem anderen. Für mich war es keine Option, mich tatsächlich auf ihn einzulassen. Offen gesprochen war es das nie, auch wenn ich mich verzweifelt gab und wie in einer Midlife Crisis gefangen, aufführte. Ich leckte noch immer meine Wunden, genoss die Abwechslung und Ablenkung, doch was Ernstes weckte Fluchtinstinkte.

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Der gordische Knoten nach der Trennung

Inzwischen habe ich den gordischen Knoten gelöst. Wenige Tage nachdem Jakoubek Anfang Dezember wieder abreiste. Es dauerte ein Jahr und es hätte so simpel sein können, wenn ich nur an den Anfang zurückgekehrt wäre. Wenn ich nicht immer nur davon gelaufen wäre und mit dem Menschen gesprochen hätte, der diese Krise mit auslöste. Zuerst musste ich jedoch mit Jess sprechen. Ich begriff, während all der Zeit war mein Ex viel weiter als ich. Und das, obwohl er der Verlassene war. Ich sprach mit ihm und erfuhr, dass es ihm wirklich gut geht. Dass seine neue Beziehung Potential habe, er es mit ihr ernst meine. Sie einen guten Charakter habe, sie ihn nie ausnutzen würde und ihn ganz aufrichtig mag.

In diesem Moment fiel ein Ballast von mir ab, von dem ich nicht einmal wusste, dass ich ihn mit mir herumtrug. Ich fühlte mich erleichtert und zum ersten Mal merkte ich, dass ich all die Zeit die bereits angesprochene Schuld empfand. Aufgrund der Art und Weise, wie es endete. Weil ich nicht mehr wollte. Weil er trotzdem immer da war und ich nichts zurückgeben konnte. Ich verbat mir, glücklich zu sein. Ich ging, ich hatte Unheil angerichtet. Ich sabotierte mich selbst und die Menschen um mich herum, weil ich anders nicht konnte. Dann gestand ich mir ein, dass es jetzt reichte. Ich geißelte mich seit geraumer Zeit wohl grundlos, war über die Monate unverhältnismäßig emotional geworden und aus dem Gleichgewicht geraten. Meine Loyalität hatte sich ins Gegenteil verkehrt, wurde zu einem negativen Paradebeispiel einer ungelösten Trennungssymptomatik. Ich hielt krampfhaft an Dingen fest, weil sich Anderes so sehr verändert hatte. Mit dem Wissen, dass es ihm gut geht, ging es mir endlich wieder besser. Es war jetzt möglich, einen Haken an die Sache zu machen.

Jetzt kann ich durchatmen. Ich bin noch nicht ganz am Ziel, aber der Großteil der Strecke liegt hinter mir. Ich erzählte erst Jakoubek und dann Alex, was mich so stresste. Endlich ist die Madame geläutert, hat ja auch ewig gedauert! Alex verstand, meinte er würde es nachvollziehen können. Für den anderen war es eine logische Konsequenz. Ich hätte „unfinished business“ mit meinem „future husband“. Tatsächlich betraf das „unfinished business“ vor allem mich. Wir zwei hatten schlechtes Timing par excellence. Wenn zu viele Dinge gleichzeitig passieren und sich auf unserem Weg kreuzen, Stolpersteine bauen, dann gerät jeder ins Straucheln. Zumindest wenn man sich in irgendeine Richtung bewegt. Nächsten Monat sehe ich Jakoubek wieder. Alex und ich sind jetzt sehr gute Freunde. In den kommenden Wochen kümmere ich mich weiter um mein Wohlbefinden. Etwas neue Farbe, ein Yogakurs und eine Geburtstagsfeier mit einer großen Schokoladentorte. Ich fühle mich gut damit. Das gestehe ich mir jetzt wieder zu.

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Diskussion

20 Kommentare zu “Storytime Trennung und Selbstfindung”
  1. Caro sagt:

    Liebe Mia,
    ich finde es grandios, dass du so offen, ehrlich und echt über dein letztes Jahr schreibst!
    Ich hoffe, du findest in diesem Jahr wieder zu dir und wünsche dir alles Gute und ein glückliches Jahr 2017!
    Liebe Grüße!

    • Mia Mia sagt:

      Liebe Caro,

      ich danke dir! Ich wünsche dir ebenfalls nur das Beste für das Jahr 2017!

      Greetz,

      Mia

  2. Beauty Mango sagt:

    Ich habe deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen und finde es toll, dass du so viel privates mit deinen Lesern teilst! Ich hoffe du findest dieses Jahr wieder zu dir und bist glücklich. Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr!

    • Mia Mia sagt:

      Ich danke dir ganz herzlich! Dir auch ein frohes Neues! Ich bin mir ziemlich sicher, dass alles gut wird. Ich fühle mich wieder, wie ich mich eigentlich immer gefühlt habe. Weniger unbeschwert, aber auch daran gewachsen. :)

      Liebst,
      Mia

  3. Deine Geschichte ähnelt meiner Up & Down Beziehung von 2014/2015. Ich kann deshalb verstehen, wie schwierig das alles für dich ist. Man erkennt sich selbst nicht wieder, ist emotional komplett schräg drauf…
    Ich wünsche dir für 2017 alles Gute und vor allem den Mut, allein zu sein und dir einzugestehen, was und wer dir gut tut – und wer nicht.

    • Mia Mia sagt:

      Ich danke dir für deinen Kommentar. Ich kann deine Skepsis erst einmal verstehen. Jemand durchaus kompliziertes, an dem man sich immer wieder reibt, kann nichts Gutes bedeuten. Und er tut mir ab und an tatsächlich nicht gut. Um das zu erkennen, braucht es keinen Mut. Ich bin mir bewusst, dass es mit ihm immer eher turbulent bleiben würde. Ich mit meinem unendlichen Redebedürfnis und er mit seiner introvertierten Art. Sein Job, mein Job, die Prioritäten im Leben. Allerdings ecken wir vermehrt auf Distanz an, was mit sechs bis neun Stunden Zeitverschiebung nicht ohne ist.

      Sind wir beieinander ohne den Druck, dass übermorgen der Flieger geht, gibt es das eher nicht. Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass er verrückt ist und ich sehr tough und dominant agiere. Das knallt. Ich habe noch nie mit jemanden in so kurzer Zeit so viel Intimität erlebt. Und das hat seinen Reiz. Wer weiß, wohin das führt. Kann alles oder nichts sein und werden…

      Liebst,

      Mia

  4. Daniela sagt:

    Liebe Mia,

    vielen Dank, dass du deine sehr persönlichen Gedanken und Erfahrungen mit uns teilst. Ich persönlich lese solche selbstreflektierenden Beiträge von dir sehr gerne und so hat mir auch dieser, bei einer Tasse Tee, den Vormittag „versüßt“.
    Für das neue Jahr wünsche ich dir alles Gute.

    Liebe Grüße
    Daniela

    • Mia Mia sagt:

      Ich danke dir und wünsche dir für das neue Jahr ebenfalls alles Gute! Ich habe mich sehr über deinen Kommentar gefreut! :D

  5. Michelle sagt:

    Ich fand es sehr schön, so einen Artikel hier zu lesen. Kopf hoch, du bist schon viel weiter als davor.

    • Mia Mia sagt:

      Danke! Das ist sehr lieb. Mir geht es ja auch schon viel besser, sonst hätte ich das alles gar nicht prozessieren können, haha! <3

      Liebst,
      Mia

  6. Sarah sagt:

    Hallo Mia,
    danke für deine offenen Worte auf so öffentlichem Raum! :-)
    Einige (Ab-)Sätze haben mich sehr angesprochen und ich habe innerlich genickt. Habe lange überlegt was ich dir noch schreiben kann/soll aber ich bin selbst eher die Ruhige und suche oft nach den richtigen Worten (die oftmals in Wortstürmen im meinem Kopf rumgeistern..)in einer Konversation. Dein Beitrag hat mich wieder erinnert wie wichtig doch Selbstliebe, Achtsamkeit ist. Danke!
    Wenn ich etwas zu „where to begin“ fragen darf: meinst du du hattest diese Fluchtgedanken in erster Linie weil du ihn nicht mehr liebtest oder weil er dich eher eingeengt hat?
    Für deine neue Relationsship und 2017 wünsche ich dir alles Liebe und Zufriedenheit und Glück!
    LG

    • Mia Mia sagt:

      Liebe Sarah,

      das trifft es absolut. Selbstliebe ist wirklich der Grundstein für alles. Wenn man sich selbst nicht leiden kann, versinkt alles um einen herum im Chaos. Das habe ich immer wieder zu spüren bekommen, und nicht zuletzt auch mit verursacht. Ich hatte Fluchtgedanken in dieser langen Beziehung, weil ich irgendwie dachte „war es das jetzt?“. Du verstehst dich im Alltag wunderbar, aber es erreicht dich nicht wie früher. Ich habe definitiv nach wie vor geliebt, aber es hat nicht ausgereicht. Er hat mich bewusst auch nie eingeengt, sondern vielleicht viel zu sehr beschützt und ich mich dadurch manchmal einfach auch zu sehr passiv verhalten. Ich denke, Menschen entwickeln sich weiter und manchmal merkt man, dass die Vorstellungen einfach in unterschiedliche Richtungen gehen.

      Liebst,
      Mia

  7. Sarah sagt:

    Hallo Mia,
    für mich in meinem Kopf will gerade „Bei dem Gedanken an ein stärkeres Commitment fühlte ich, wie sich Panik breit macht“ und „war es das jetzt?“ irgendwie nicht zusammen passen..mmmh… Hast du quasi nach etwas „spannderem“/abwechslungsreicherem, mehr (bildlich gesprochen) Ausflügen zu verschiedenen Häfen gesucht? Glaube da muss ich selber noch 2-3mal drüber lesen bzw. denken :-)
    Ja wenn man seinen Anker in sich selbst nicht hat dann wirbeln die Wellen einen mehr als nötig durcheinander…
    LG

    • Für mich ist das überhaupt nicht widersprüchlich…mal ganz abgesehen von der gesellschaftlichen Erwartung, der man gegenüber steht, wenn man länger in einer Beziehung ist, ist doch der eigene Anspruch, dass sich Dinge weiterentwickeln…meist eben aufgrund eines Ziels. Wenn das Ziel dann eben Heiraten und Kinder kriegen ist…was kann dann noch danach kommen? Ich finde das Versprechen „für immer“ auch wahnsinnig beängstigend. Normalerweise halte ich meine Versprechen, aber ich weiß eben nicht, ob ich das in diesem Fall kann – ganz realistisch betrachtet. Auch wenn es alles ganz wunderbar ist; nach so langer Zeit kennt man sich gut, man hat einen Grove miteinander gefunden…aber dann ist da manchmal diese kleine Stimme, die sich fragt, ob es da nicht noch etwas Anderes gäbe…mehr Drama, mehr Leidenschaft, mehr Aufregung, eben weniger von der Gleichförmigkeit, die so bequem ist. So gerät diese Gleichförmigkeit dann in die Schieflage, weil der eine zweifelt und der andere eben nicht. Und die ohnehin zweifelnde Seite, belastet sich dann noch mit Schuldgefühlen, weil sie eben genau dies tut.

      Ich musste ein wenig schmunzeln; auf mich wirkt Euer Blog auch sehr professionell. Ich lese schon eine Weile mit, so dass ich das manchmal etwas schade finde. Solche Posts sind eine schöne (wenn auch nicht gerade für Dich, weil Du das erleben musstest) Art „back to the roots“.

  8. die chrissy sagt:

    Eine heftige Achterbahn hast du da hinter dir! Ich konnte ein Stück mitfühlen, denn ich hatte vor ganz langer Zeit mal eine ähnliche Situation. Mich freut, dass du wieder auf deinen Füßen gelandet bist und dich selbst so gut reflektiert hast mittlerweile. Mit einem großen Schuss Ironie herrlich lesenswert verpackt. Fühl dich gedrückt und alles Liebe für dich :-*

  9. AD sagt:

    Spooky – jetzt musste ich erstmal durchatmen. Hast Du da mein Jahr 2016 beschrieben?
    Inhaltlich zwar nicht – aber diese Gefühle, diese innere Zerissenheit… Alter falter.
    Das muss ich mir nochmal in aller Ruhe zu Gemüte führen.
    Danke jedenfalls für den Einblick in dein Seelenleben.
    !

    • Mia Mia sagt:

      Ich habe es gerade im anderen Beitrag schon gelesen. Trennung nach 10 Jahren und Probleme mit dem neuen Kerl, der einem ganz plötzlich das Herz geklaut hat. Haha, we share some problems. Wobei sich meine wirklich auflösen, seit ich diesen Kram erkannt, akzeptiert und verinnerlicht habe. Mann reagiert plötzlich ganz anders, ruft jeden Tag an. Ich glaube, wenn man durch unruhige Gewässer schippert, kann man nicht erwarten, dass andere für einen Kurs halten. Innere Zerrissenheit – so habe ich das nie gesehen. Doch das trifft es ziemlich gut!

      Ich danke dir für deine Kommentare! <3

  10. Clara sagt:

    Hey,
    Ich habe eben diesen Blog entdeckt, und sofort diesen Post gelesen, die Überschrift hat mich irgendwie magisch angezogen…
    Ich muss zugeben, du hast mich mit diesem Beitrag ziemlich berührt. Er ist nicht nur grundlegend ehrlich, sondern auch stilistisch sehr schön geschrieben, und irgendwie schaffst du es, mich zum selber schreiben zu motivieren.
    Ich habe mich selbst nie in dieser Situation befunden, hoffentlich wird das auch so bleiben, aber man konnte den gesamten Beitrag mit dir mitfiebern, und hat die ganze Zeit gehofft, dass es dir jetzt besser geht.
    Es ist toll, dass du jetzt deinen Weg gefunden, und mit dir glücklich geworden bist:)
    Liebe Grüße

  11. Lakritz sagt:

    DANKESCHÖN!
    So ehrlich, berührend, treffend, an manchen Stellen lyrisch-leuchtend (direkt mal in meinem Kopf gespeichert als Satzfetzen) ;) und wirklich fesselnd geschrieben. Ich habe es in einem Schluck gelesen :).
    Vieles erinnert mich auch meine „(Liebes-)Geschichte“, einiges ist ganz furchtbar interessant anders, zum Staunen.
    Ich bewundere deine analytische Emotionalität und deine Balance zwischen der Zeit zum Fühlen/Leiden/Freuen und der, etwas zu schaffen und zu machen. Und beides ist ja das Leben. Ich arbeite auch dran ;).
    Ich wünsche dir ein authentisches, genussreiches, ACHTSAMES 2017.
    Viele Grüße :)
    Lakritz

  12. Lakritz sagt:

    PS: ….und immer wieder auch dieses: „Er muss mich doch glücklich machen/Die Beziehung muss mich doch glücklich machen“- Gedanke, den so viele Frauen (???) leben. Ich auch noch zu oft. Und merke dann, wenn ich mir meine Sehnsüchte so gut als möglich selbst erfülle, dass auch er (der Kerl) dann oft wieder an meiner nun strahlenden ;) Seite war/ist.
    Schon seltsam, aber auch typisch für das Glück(-sgefühl). Immer nur dann da, wenn man es eigentlich nicht bräuchte.

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