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Bild: 440 Photography

Madeleine Marilyn Kusche ist 28 Jahre alt und lebt in Leipzig. Sie hatte schon immer einen Faible für Extravaganz. Neben vielen bunten Tattoos – darunter auch eine Marilyn Monroe – und einer Kurzhaarfrisur mit derzeit grell pinken Haaren, gibt es so einiges an ihr, das sie aus der breiten Masse herausstechen lässt. Der außergewöhnliche Name, die auffällige Optik und ihr Job passen wunderbar zusammen. Madeleine, auch Mad genannt, arbeitet im Salon Seemann & Köhler als Friseurin. Als Topstylistin sorgt sie dort fast täglich für zufriedene Gesichter.

Das Friseurhandwerk kämpft seit Jahren mit einem Imageproblem. Diskussionen um Missstände wie unbezahlte Überstunden oder Billiglöhne reißen nicht ab. Seit 135 Jahren prägt Wella mit innovativen Produkten, Techniken und einem besonderen Service das Bild der Friseurbranche. Jetzt hat es sich der Marktführer zur Aufgabe gemacht,  das Image des Berufs Friseur zu verbessern. Mit der aktuellen Kampagne „Friseure bewegen“ möchte Wella das Friseurhandwerk in ein besseres und vor allem in das rechte Licht rücken. Friseure sprechen über ihren Beruf, seine schönen Seiten und was sie besonders am Friseurhandwerk schätzen. Für viele ist es nicht nur Beruf, sondern tatsächlich Berufung. Auch Madeleine empfindet ihren Job als Bereicherung. Im Interview berichtet sie von den schönen und schwierigen Seiten des Jobs und darüber, was sie besonders glücklich macht.


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(Bildcredit: 440 Photography by Stefan Milde)

Mia: Madeleine, jeder der dich in Leipzig auf der Straße erblickt, bemerkt sofort deinen Faible für Haare und auffälliges Styling. Du bist Friseurin. Seit wie vielen Jahren schneidest du  bereits Haare?

Mad: 2006 habe ich meine Ausbildung zur Friseurin begonnen, 2009 als Innungsbeste abgeschlossen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie anspruchsvoll und herausfordernd die Ausbildung gewesen ist. An manchen Tagen bin ich beinah verzweifelt. Es handelt sich eindeutig um ein unterschätztes Handwerk. Um auf deine Frage zurückzukommen – ich bin jetzt seit sechs Jahren im Beruf.

Mia: Warum hast du dich dafür entschieden, das Friseurhandwerk zu erlernen?

Mad: Mein Traum damals war es, als Visagistin zu arbeiten. Dafür musste man allerdings einen Abschluss als Kosmetikerin oder Friseurin vorweisen. Ich entschied mich dann dazu, beide Berufe zu erlernen, meine beruflichen Träume konsequent zu verfolgen und auch zu realisieren. Heute arbeite ich jedoch nicht mehr als Kosmetikerin, sondern ausschließlich als Friseurin und Visagistin. Ich kann mich kreativ ausleben, was mir unheimlich viel Spaß macht.

Mia: Das Image deines Berufs ist nicht ganz einwandfrei. Viele denken an Billiglöhne, zu lange Arbeitszeiten und schlecht geführte Salons. Wie siehst du das und was könnte man deiner Meinung nach verbessern?

Mad: Nach einer Übergangsregelung wird zum August 2015 glücklicherweise ein deutschlandweit einheitlicher, tariflicher Mindestlohn eingeführt. Derzeit liegt dieser noch bei 7,50 Euro die Stunde in den neuen deutschen Bundesländern, im August gibt es dann sogar einen Euro mehr. Ich finde das wirklich super, denn mein Job verlangt mir viel ab. Dafür möchte ich fair entlohnt werden. Erst vor kurzem habe ich die Firma gewechselt, denn ich wollte mich in beruflicher Hinsicht weiterentwickeln. Mit meinem neuen Job bin ich sehr zufrieden, da meine Arbeit jetzt eine stärkere Wertschätzung erfährt. Natürlich darf man nie vergessen, dass Geld nicht alles ist. Ich fühle mich sehr wohl mit meinem Job. Morgens mit einem Lächeln auf dem Gesicht zur Arbeit zu gehen, ist meines Erachtens unbezahlbar. Ich arbeite in einem hervorragenden und gut geführten Salon, habe also alles richtig gemacht. Für andere in meiner Branche kann ich natürlich nicht sprechen. Sicherlich gibt es Schwierigkeiten, das würde ich nicht leugnen wollen. Trotzdem denke ich, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.

Mia: Wenn ein Kunde in den Salon käme und dir eine bestimmte Styling-Vorstellung unterbreiten würde. Wie müsste die aussehen, damit du so richtig heiß auf Kamm und Schere wärst?

Mad: In jedem Fall mit Farbe, soviel ist sicher! Es müsste eine totale Typveränderung sein, natürlich in Hinblick darauf die Individualität des Kunden bestmöglich zu unterstreichen.

Mia: Hast du bereits mit Produkten der Marke Wella gearbeitet? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Mad: Na klar, schon sehr häufig. Im Salon arbeiten wir ausschließlich mit den Farben von Wella. Ein paar der Stylingprodukte gehören auch zu meinen Favoriten.

Mia: Was schätzt du an deinem Beruf? Was macht dir besonders Spaß?

Mad: Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten, ihnen Tipps zu geben und sie in Szene zu setzen – so wie sie sich selbst sehen oder gesehen werden wollen. Auch mag ich den kreativen Aspekt und die Herausforderung, sich jeden Tag neu auf einen Menschen und dessen Wünsche einzustellen. Am schönsten ist es, am Ende das Lächeln und den Dank der Person zu sehen und zu spüren. Ich habe erst vor wenigen Tagen die Haare einer Kundin nach einem missglückten Selbstversuch mit einer Coloration retten müssen. Dankbarkeit und Wertschätzung für meine Arbeit ist in solchen Momenten immer besonders groß. Das bedeutet mir viel.

Mia: Bist du gerne Friseurin?

Mad: Ja, ich liebe meinen Job.

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Wie seht ihr das Friseurhandwerk? Habt ihr einen Stammfriseur, dem ihr besonders vertraut? Für alle Leipziger, die noch auf der Suche nach einem guten Stylisten sind – Madeleine hat sicher einen Termin für euch frei!

*Dieser Beitrag wird von Wella unterstützt.

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Diskussion

Ein Kommentar zu “Wella Friseure bewegen [Sponsored Video]”
  1. MuhKuhAddict sagt:

    Da ich momentan auf der Suche nach allen möglichen Locations in Leipzig bin, kommen mir solche Berichte natürlich gerade recht. ;-)
    Meine Haare haben es zudem auch mal wieder verdammt nötig. :-O

    Ich war schon immer der Meinung, dass Friseure zu niedrig entlohnt werden.
    Mal ganz abgesehen vom pausenlosen Stehen, was maximal auf den Rücken geht, finde ich es einfach auch enorm wichtig, was Friseure und/oder Visagisten mit dieser HANDARBEIT leisten und vielen Menschen dadurch auch ein Stück neues Selbstwertgefühl zurück geben. Im Grunde tragen sie damit auch eine gewisse Verantwortung und zeitgleich schwere Last auf ihren Schultern, denn wer will schon nach einem Friseurbesuch scheiße aussehen. ^^
    Ich erinnere mich noch an meine Langhaarzeit, als ich mir regelmäßig habe Strähnchen machen lassen und wie lang ich insgesamt im Salon gesessen habe. 2-3 Stunden waren da keine Seltenheit.
    Man kann sich dann gerne mal hochrechnen, wie lang eine Friseurin jedes Mal beschäftigt ist und konzentriert arbeiten muss, sobald Farbe ins Spiel kommt. ;-)

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