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In letzter Zeit begegnet mir der Begriff „Millennial“ immer häufiger. Millennials, Millennial Women – was genau ist damit gemeint? Was zuvor meist die Generation Y oder kurz Gen Y war, wird aktuell häufig „Jahrtausender“ genannt. Gemeint sind damit wir, die zwischen 1980 und 1999 bzw. 2000 geboren wurden. Die erste Generation der Digital Natives, die Nachfolger der Generation X. Ich gehöre zu dieser Generation so wie auch der Großteil der Leserschaft dieses Blogzines. Was macht uns aus, was definiert uns als Generation?

Laut verschiedener Studien sind wir als Generation „Why?“ mit zahlreichen Möglichkeiten konfrontiert. Das führt dazu, dass wir uns ungern festlegen. Wir haben das Gefühl, alles erreichen zu können, wenn wir es nur wollen. Es gibt keine Grenzen außer jenen, die wir uns selbst auferlegen. Unsere Unabhängigkeit und Flexibilität ist uns heilig. Unser Job soll uns glücklich machen, Geld ist sekundär und ein potentieller Partner soll gleichberechtigt agieren dürfen. Ziele und Absichten orientieren sich primär an unserem persönlichen Wohlbefinden. Wir sind anders geprägt als vorherige Generationen und leben eine neue Alltagsdynamik, die in einem noch dynamischeren Umfeld eingebettet ist.

Die Lebensrealität der Generation Y

Dies hat zahlreiche Auswirkungen auf unsere Lebensrealität. Da ich selbst ein Paradebeispiel der Generation Y bin, weiß ich um fehlende Routinen im Alltag und die Schwierigkeit mit Stress umzugehen. Ich bin politikverdrossen, glaube nicht an Stabilität und kämpfe dennoch mit dem sehnsüchtigen Gefühl, dass mehr Sicherheit meinem Leben gut täte. Die American Psychological Association hat kürzlich herausgefunden, dass unsere Generation Y gestresster ist, als jede andere Generation. Frauen sind dabei stärker betroffen als Männer. Der Grund dafür liegt in unserer Erziehung. Unsere Eltern haben stets versucht, uns alles zu ermöglichen, uns vieles abzunehmen. Im Zuge dessen haben wir nie gelernt mit Frustration, Enttäuschung, Langeweile, konsequenter Entscheidungsfindung und vergleichbarem, emotionalen Stress umzugehen. Wir erlebten etwas Negatives und hatten stets Unterstützung in der Problemlösung. Es war immer jemand da, der uns bei diesem Prozess begleitet hat. Natürlich führt ein solches Modell zu Konflikten, wenn man plötzlich auf sich gestellt ist.

Hinzu kommt, dass unsere Generation ein sehr sprunghaftes Leben führt. Laut aktueller Studien erlebt beispielsweise jede Frau jährlich zwei Ereignisse, die ihre Lebensroutine komplett durcheinander bringen. Manche Frauen erleben bis zu sechs vergleichbare Erlebnisse. Ich persönlich bin bereits bei sechs einschneidenden Erlebnissen und wir haben gerade einmal Oktober. Umzüge, neue berufliche Situationen oder Partnerschaften – vieles befindet sich im stetigen Wechsel. Wir haben zu viele Optionen, weshalb wir glauben, stets neue Möglichkeiten ergreifen zu müssen.

Millennials sind stärker gestresst als andere

Ist mein Partner der Richtige für mich? Macht mir mein Job Spaß? Wir fühlen uns mit den Entscheidungen, die wir treffen, nicht sicher. Die Angst etwas falsch zu machen oder zu verpassen, ist groß. Moderne Medien wie Social Media unterstützen uns in dieser Angst. Zu Beginn lag der Fokus sozialer Medien auf der Vernetzung. Heute geht es vielen tatsächlich darum, sich mit anderen zu vergleichen. Wir posten laut Studien dann, wenn wir uns gut fühlen. Wenn wir in einer schlechten Stimmung sind, surfen wir eher durchs Netz. Ergebnis ist, dass wir bei einem „Down“ mit den glanzvollen Hochs unserer Freunde und Kontakte konfrontiert werden.

Das unterstützt unser Gefühl, falsche Lebensentscheidungen getroffen haben zu können – wir sind nicht zufrieden und sollten dabei doch glücklich sein! Als Millennial fühlt man sich also vermehrt von Stress beeinträchtigt. Unsere Generation neigt stärker zu Depressionen als jede andere, unser Wohlbefinden ist leichter zu erschüttern. Wir machen uns häufiger Sorgen und befinden uns in einem unausgewogenen Verhältnis aus Sicherheit und Unsicherheit. Und wir sind vergesslicher, denn unser Gedächtnis wird von diesen Faktoren ebenfalls beeinträchtigt.

Diese neuen Informationen finde ich sehr spannend. Passend zu meinem Artikel zum Thema Vergesslichkeit, hat mir das Web Panel von Jenapharm zahlreiche, weiterführende Informationen zum Thema Vergesslichkeit und Verhütung geliefert. Ich hatte so einige Aha-Momente, die ich an dieser Stelle gern mit euch teilen will.

Eine neue Studie zur Vergesslichkeit und der Wirksamkeit der Pille

Man geht nach wie vor davon aus, dass die Pille eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt ist. Nach der Kupfer- oder Hormonspirale als Intrauterinmethoden und dem Implantat, ist die Einnahme der Pille ein bewährtes Verhütungsmittel. Sie schützt mit einem Pearl Index von 0,1 – 0,9 überaus zuverlässig vor einer möglichen Schwangerschaft. Studienergebnisse Juni 2016 [1] ergänzen die Sicherheit der Pille um einige interessante Aspekte. Magendarm, Wechselwirkungen – all das kann die Wirksamkeit der Pille beeinträchtigen. Doch was ist mit unserem Gedächtnis? Wie sehr wirkt sich eine durch Stress verursachte Vergesslichkeit auf den Verhütungsschutz der Pille aus? Die Ergebnisse von „Opinion Health, Millennials and Contraception“ sind überraschend.

4500 Frauen im Alter von 20 bis 29 Jahren aus Europa, den USA und Südamerika wurden befragt. Tatsächlich ist es so, dass 39% der befragten Studienteilnehmer zugaben, die Pille im letzten Monat mindestens einmal vergessen zu haben. 40% davon begründeten ihre Vergesslichkeit mit ihrem unsteten Lebensstil. Daraus ergeben sich neue Berechnungen. Auf Basis der neuen Studie vergessen 19% der Frauen die Einnahme der Antibabypille einmal in der Woche. Rund 78% vergessen das orale Kontrazeptivum einmal im Jahr einzunehmen. Das variiert natürlich auch innerhalb der einzelnen Studienländer. 9% der deutschen Frauen vergessen die Einnahme der Pille circa einmal pro Woche. 12% der Frauen in Frankreich und Italien, 24% in den USA und ganze 30% in Brasilien.

Damit ist die Sicherheit der Pille bei Weitem nicht jene, von der wir eigentlich ausgehen. 9% der deutschen Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, können Monat für Monat auf keinen zuverlässigen Verhütungsschutz setzen. Der Pearl Index bekommt damit eine ganz neue Bewandtnis. Was bedeutet diese Zahl, wenn ich aufgrund von Stress nicht imstande bin, täglich meine Pille einzunehmen? Was bedeutet dies für beinah eine von zehn Frauen, die durch diese Vergesslichkeit ein höheres Risiko hat schwanger zu werden? Diese Zahlen sind gravierend.

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Was bedeutet dies?

Unter diesem Gesichtspunkt gewinnen alternative Verhütungsmethoden für Frauen in ihren Zwanzigern und frühen Dreißigern deutlich an Relevanz. Wer nicht ungewollt schwanger werden möchte, sollte ehrlich zu sich sein. Ist die Pille die richtige Verhütung für mich? Oder gehöre ich zu den 19% aller Frauen, die sie jede Woche vergessen? Sollte ich mich mit einer alternativen Verhütung wie der Kupfer- oder Hormonspirale, dem Hormonstäbchen und ähnlichen Langzeitverhütungsmethoden auseinandersetzen? Was sind meine Bedürfnisse und welches Verhütungsmittel passt zu meinem aktuellen Lebensstil? Dass wir Frauen aus der Generation Y starken Anforderungen gerecht werden müssen, ist nichts Neues. Dass wir jedoch unser Sex- und Liebesleben unter diesem Gesichtspunkt neu betrachten müssen, durchaus. Wie seht ihr das Thema Generation Y und Vergesslichkeit? Wie denkt ihr über die neue Studie zur Sicherheit der Pille?

[1] Webcast Barcelona vom 22.9.2016, Opinion Health, Millenials und Verhütung – weltweite Ergebnisse, Juni 2016

* Dieser Beitrag wird von Bayer unterstützt.

 

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