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Zum Geburtstag habe ich von meiner Mama eine Monatsmitgliedschaft in einem Yogastudio bei mir in der Nähe geschenkt bekommen. Ich habe mich so sehr gefreut, weil ich schon ewig mal ein Studio bei mir ausprobieren wollte. Zudem hatte ich so die Chance, einen ganzen Monat sehr intensiv Kurse zu besuchen und Tipps & Tricks mitzunehmen. Ich liebe meine eigene Praxis zuhause, aber natürlich ist man da ein bisschen beschränkter. Gerade wenn es in die fortgeschrittenen Asanas geht, die ein bisschen Unterstützung und Hilfestellung benötigen. Außerdem hat man einfach keinen guten Blick auf sich selbst, was die Ausrichtung in den Übungen angeht. In einigen Haltungen fällt es mir schwer zu erkennen, ob meine Hüften gerade sind, die Arme auf einer Linie und Kopf wirklich ganz gerade über der Wirbelsäule steht.

Und nimmt man sich zu Hause wirklich immer die Zeit 5-10 Minuten in Savasana (Totenstellung) zu liegen? Bei Yoga in der Gruppe mit einem Lehrer ist man quasi dazu „gezwungen“. Solch eine Einheit nimmt einen noch ein bisschen mehr aus all dem Trubel des Alltags heraus und gibt einem wirklich 1,5 Stunden Zeit mit sich auf der Matte. Da kommt auch keine Katze angesprungen, das Telefon geht nicht und es klingelt auch niemand an der Tür.

Was hat mir der Yoga Intensivmonat gebracht?

Ich hab mich noch ein bisschen mehr in Yoga verliebt. Das hat vor allem mit den guten Lehrern zu tun. Sie sorgten für mehr Abwechslung und brachten mich insgesamt noch tiefer in die Materie. In diesem Monat habe ich mich herausgefordert und entspannt gefühlt, angeleitet und unterstützt. Ich habe mich sogar an meinen persönlichen „Endgegner“ getraut, den Unterarmstütz. Er dient auch zur Vorbereitung von freien Hand- und Kopfständen. Daheim hatte ich bisher einfach immer zu viel Angst. Angst zu fallen, mir weh zu tun, mich einfach zu überschätzen. Aber mit ein klein wenig Hilfestellung meines Lehrers stand ich da – auf meinen Unterarmen, frei im Raum. Ein Wahnsinnsgefühl! Bis zuletzt hätte ich geschworen, dass meine Arme und Schultern einfach zu schwach seien und ich insgesamt (noch) nicht kräftig genug bin. Aber das stimmte gar nicht. Ich habe nur einen kleinen Schubs gebraucht und die Sicherheit, dass jemand neben mir steht.

Neben Level 1 Kursen habe ich auch einige Level 2 Kurse besucht. Dabei konnte ich für mich feststellen: Level 1 ist toll, Level 2 ist fordernd! Ich habe mich in Asanas getraut, die ich bisher gescheut habe, habe mich tiefer in bekannten Übungen gedehnt, als ich dachte, dass ich es kann, habe ein bisschen gejubelt, als ich in der stehenden Vorbeuge mit der Nase mein Knie berührte. (Der Yogi neben mir musste auch grinsen, wie ich da – kopfüber auf der Matte stehend – einen kleinen Freudenquicker losließ.) Zudem habe ich gelernt, dass ich eine Stellung stets nicht ganz korrekt geübt habe, aber auch, dass ich die gängigen Asanas in Sanskrit kenne und blind folgen konnte. Ich weiß jetzt, dass meine Schultern steifer sind, als ich dachte und dass ich daran arbeiten sollte und auch, dass ich Meditation gar nicht mehr so unzugänglich finde.

Mein Fazit nach dem Yoga Intensivmonat

Auch und gerade für Anfänger finde ich so einen Monat super. Man kann mal reinschnuppern in die „Yoga Welt“, es gibt immer reichlich Anfängerkurse und man verpflichtet sich nicht gleich für ein halbes oder sogar ganzes Jahr. In einem Monat lernt man die Lehrer und deren Stil, sein eigenes „Können“ und die anderen im Studio so gut kennen, dass man gut einschätzen kann, ob das für längere Zeit eine Option ist. Vielleicht bleibt man ja auch lieber dabei zu Hause weiter zu praktiziert oder lässt es sogar ganz bleiben.

Ich persönlich habe noch einmal mehr Feuer gefangen und möchte immer wieder mal Raum und Zeit für solch einen Yoga Intensivmonat schaffen. Nun bin ich gespannt, ob mich das dann auch in Zukunft so einen großen Schritt vorwärts bringen wird!

Ich habe ein paar Übungen fotografiert, um bei diesen den Fortschritt festzuhalten. Links ist vorher, rechts ist nachher. Teilweise ist es ziemlich deutlich, manchmal sind es nur Nuancen.

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Würdet ihr mal einen Yoga Intensivmonat im Studio in Angriff nehmen oder nehmt ihr lieber vereinzelt Stunden? Oder seid ihr sowieso Mitglied in einem Studio und geht regelmäßig?

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Diskussion

8 Kommentare zu “Yoga Intensivmonat: Recap mit vorher/nachher Vergleich”
  1. Das klingt echt toll.
    Ich würde auch gerne einen Intensivmonat machen.
    Mal schauen ob ich die Zeit dazu finde. Ich denke das man sich danach wirklich anders fühlt 👍🏻
    Liebe Grüße
    Patricia

  2. Sally sagt:

    Super interessant zu lesen und man sieht wirklich eine gute Verbesserung!
    Mich würde sowas in der Tat auch interessieren, jedoch weiß ich nicht, ob so intensiv dann. Zeitlich ist das ja schon schwierig, aber ich wäre schon happy, wenn das 1x in der Woche wäre.
    Ich treffe mich ca. 2x in der Woche mit einer Freundin und wir machen dann so 30 Minuten Yoga zu Yt Videos. Aber da ist natürlich auch nicht gegeben, dass man die Ausführungen perfekt macht, wie es eigentlich sein soll.
    Ich hab mich aber auch noch nie so damit beschäftigt, ob es in meiner Ecke Kurse gibt.

  3. Wow, krasser Unterschied! Hätte ich nicht gedacht! Lust hätte ich schon, aber zeitlich ist das mit Vollzeit-Job, Mann und Kindern leider nicht drin…

  4. Talasia sagt:

    Ich bin ja ehrlich gesagt son kleiner Sportmuffel ^^ ich fühle mich aber immerhin gerade motiviert meine Home-Übungen mal wieder zu machen, die besonders für meinen Rücken wichtig sind. Nen Intensivmonat…würde ich wohl eher nicht besuchen. Ich habe zwar jetzt keine Kinder die mich Zeit kosten, aber Job und Blog und so…neee da ist zu viel Faultier in mir ^^ und gerade jetzt zur Winterzeit kann ich mich eh schwer aufraffen das Haus zu verlassen, wenn es nicht unbedingt sein muss :DDD

  5. Ich finde die Unterschiede wirklich beeindruckend. Da ich aktuell gar nichts mache, wäre es schon gut wenn ich mich einmal pro Woche zum Yoga aufraffen könnte. Aber mit Baby zum Studio finde ich es so umständlich. Bin noch auf der Suche nach dem richtigen Sport für mich seit ich Mutter geworden bin.

    Liebe Grüße,
    Diana

  6. Lisa sagt:

    Ich würde super gerne in einem Yogastudio Kurse belegen, aber bei uns hier auf dem Dorf gibt es da irgendwie nichts schönes, außer eben normale Stunden im Fitnessstudio, die mir dann aber irgendwie nicht genug YOGA-feeling rüberbringen. Ich selbst habe bei mir auch bemerkt, dass wenn ich dran bleibe, meine Flexibilität viel besser wird. <3

  7. Andrea sagt:

    Gratuliere zu Einstieg …. aber aufpassen es kann eine Droge werden :)
    Ich mach es 3 mal die Woche und bin so happy dass ich damit angefangen habe.
    Ich hoffe du bleibst dabei ….

  8. […] FITNESS & FOOD Yoga Intensivmonat: Recap mit vorher/nachher Vergleich […]

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