Young beautiful woman practicing the cobra pose.

Hi ihr lieben Yogis,

auch wenn’s etwas spät ist: Willkommen im neuen Jahr! Seid ihr gut gestartet? Voller Motivation und Energie? Oder eher dem alten Jahr überdrüssig?

Man sagt ja, dass Neujahrsvorsätze eh zum Scheitern verurteilt sind, und dass man sich daher am besten nichts Spezielles vornimmt. Lieber gleich anpacken, als auf ein gewisses Datum zu warten. Generell stimme ich da zu: wenn man etwas ändern will, warum  auf den nächsten Montag, den nächsten Monat oder gar den Jahreswechsel warten? Dennoch hat so ein frisches Jahr etwas Motivierendes. Ein weißes Blatt, das mit seinen 365 unbeschriebenen Seiten darauf wartet mit Leben gefüllt zu werden. Und nachdem ich den Neujahrsvorsätzen lange abgeschworen hatte, habe ich mich zum Ende des letzten Jahres hingesetzt und ein paar Dinge niedergeschrieben.

Aufhören zu rauchen, mehr Sport, 5 Kilo abnehmen? Mitnichten!

Dabei ging es allerdings gar nicht um die Klassiker. Denn ganz ab von meinen privaten und beruflichen Zielen, Wünschen und Plänen, habe ich mir eine kleine, feine Yoga-Ziele-Liste angelegt. Natürlich immer vor dem Hintergrund, dass ich vielleicht nicht alles schaffe. Aber allein die Zeit, die ich mir genommen habe, mich damit auseinanderzusetzen, die Vorstellung, wie ich eine gewisse Pose endlich einnehmen oder halten kann oder einen Flow, den ich mir komplett allein überlegt und visualisiert habe, schafft enorm viel Motivation und positive Energie. Darum habe ich inzwischen das pessimistische „Vorsätze hält man eh nie ein – besser man hat keine!“ ad acta gelegt und mir stattdessen vorgenommen das neue Jahr positiver und grundsätzlich motivierter anzugehen. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung kennen wir ja alle. Und ich hätte nichts dagegen, wenn etwas Positives passiert, dass ich mir vorgestellt habe!

Meine Yoga-Ziele

Meine Ziele werden nicht eintreffen, wenn ich nicht dafür arbeite. Also ist meine Liste short & sweet, dafür aber schaffbar.

  • Kopfstand länger halten als das bisher der Fall ist – im Idealfall 10 Sekunden!
  • Am Unterarmstand arbeiten – und ihn schaffen!
  • Die Abfolge der Primary Series im Ashtanga Yoga einprägen (ist echt  nervig, wenn man ständig auf ein Blatt linsen muss!)
  • Und zuletzt: meine erste eigene Yogastunde kreieren und leiten!

That’s it. Nichts, was für mich nicht schaffbar ist. Darum steht auch der Handstand nicht drauf. Ich habe so viel Respekt davor und bin selbst viel zu arg blockiert, um das anzugehen. Für mich stehen erst Kopf- und Unterarmstand auf dem Plan, bevor ich mich irgendwann an den Handstand wagen kann.

Das ist auch das „Geheimnis“, wie ich Druck und Stress-erzeugende (unrealistische) Ziele und Pläne in positive, motivierende und anregende Pläne gewandelt habe. Für mich persönlich erzeugen Ziele wie „5 Tage die Woche ins Fitnessstudio gehen“ (been there, done that by the way und es hatte für mich nicht mal annähernd den befriedigenden und sportlichen Effekt, den ich mir erhofft hatte!), „sichtbare Bauchmuskeln“ oder „keinen Zucker im Januar/Juni/August“  unheimlich Stress.  Zunächst bin ich höchst motiviert, doch nach einiger Zeit mache ich mir nur noch Druck und mich belastet es, wenn ich einige Ziele nicht erreiche. Das liegt dabei nicht an den Zielen im Generellen. Jemand, der sehr viel Sport macht und vielleicht eh der Gewichtheber schlechthin ist, kann sich durchaus realistisch vornehmen, den einen Tag mehr ins Studio zu gehen, um seine Ziele zu erreichen. Auch die sichtbare Bauchmuskulatur liegt nun wahrlich nicht bei jedem total fern – für mich sind sie jedoch wohl nicht die Ziele der Wahl, die mich motivieren und positiv beeinflussen.

Wie haltet ihr das? Findet ihr Pläne und Vorsätze eher stressig und daher sinnlos oder helfen sie euch, gewisse Ziele zu erreichen? 

Liebe Grüße,
Daniela

P.S. Das Rauchen habe ich übrigens vom einen auf den anderen Tag aufgegeben – mit seiner Gesundheit sollte man nicht scherzen ;-)

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Diskussion

2 Kommentare zu “Yoga-Ziele: Fluch oder Segen?”
  1. Abubakar sagt:

    Du bist großartig, vielen Dank

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