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Vor einigen Wochen habe ich bei Honestly…WTF ein tolles DIY für geflochtene Armbänder mit Perlenbesatz gefunden. Zu diesem Zeitpunkt war ich leider noch zu sehr mit meiner Abschlussarbeit beschäftigt, als dass ich zum basteln Zeit gehabt hätte. Ich setzte also ein Lesezeichen mit dem Vorsatz, die Anleitung irgendwann umzusetzen. Keine Woche später stand ich dann im Idee Creativmarkt vorm Regal mit den Metallperlen. Buahhhh… 3,99 € für ca. 25 kleine Silberkugeln die mir spontan zugesagt hätten. Davon wären dann mindestens zwei bis drei Döschen für ein einziges Armband nötig gewesen. Das war mir offen gestanden einfach zu viel Geld und mit dem Gedanken Perlen via ebay günstig aus China (oder woher auch immer) zu ordern, habe ich das Geschäft verlassen. Diesen Plan habe ich allerdings nie umgesetzt, denn die Deutsche Gesellschaft CLUB OF ROME hatte gute Argumente gegen mein Konsumvorhaben. Am 08. Mai 2012 wurde der Bericht „2052 – A Forecast for the Next Forty Years“ angekündigt. Bereits vor 40 Jahren hat der CLUB OF ROME mit dem Bericht „Grenzen des Wachstums“ eine Debatte über die Zukunft unseres Planeten angeregt. Der neue Bericht „2052“ zeichnet eine finstere Zukunftsprognose aufgrund des starken globalen Wirtschaftswachstums und dem damit verbundenen Klimawandel.

Erfahren vom neuen Bericht des CLUB OF ROME habe ich durch diesen Artikel in der SZ, welchen ich euch sehr ans Herz legen möchte. Eine gute Zusammenfassung bietet auch dieses Video auf YouTube, welches ich auf der Website der Deutschen Gesellschaft gefunden habe. Nehmt euch bitte die drei Minuten Zeit dafür :)

Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte sind so viele Ressourcen für unseren Konsum genutzt, ja regelrecht ausgebeutet worden, wie heute. In einem anderen Artikel (den ich leider nicht mehr finde) habe ich gelesen, dass der Erde dreimal mehr entnommen wird, als sie natürlich produzieren kann. Und in einem weiteren Artikel der SZ heißt es zum Bericht 2052: „Unmissverständlich wird ausgesprochen, dass sich die Menschheit erstmals in ihrer Geschichte auf einen Punkt zubewegt, an dem der eigene Drang nach Wachstum um Wohlstand mit der Begrenztheit des Planeten kollidieren wird.“ Und das ist noch relativ euphemistisch ausgedrückt.

Besonders gegen die Verschwendung von Rohstoffen kann jeder von uns vorgehen, indem er das eigene Konsumverhalten überdenkt und ggf. ändert.

Brauche ich wirklich zwei Mal im Jahr neue High Heels, obwohl ich eh meistens flache Schuhe trage? Benötige ich dieses Jahr schon wieder neue Weihnachtsbaumkugeln für meinen Baum (auch wenn sie bei Ikea nur 5,99 € kosten)? Würde ich das schwarze Kleid von Mango mit dem tiefen Rückenausschnitt und den 5000 aufgenähten Pailletten wirklich tragen?

Diese Fragen (und noch viel mehr) habe ich mir im Jahr 2011 gestellt und fast alle mit Nein beantwortet. Hier hatte ich euch ja bereits vom Schwarzbuch Markenfirmen berichtet. Dieses Buch hat dazu geführt, dass ich mein Konsumverhalten (besonders in Bezug auf Bekleidung und Schuhe) stark verändert habe. Seit ich es Anfang 2011 gelesen habe, sind in meinem Kleiderschrank nur drei neue Kleidungsstücke und ein Paar neue (flache) Schuhe eingezogen. Neu im Sinne von ungetragener Neuware. Noch 2010 habe ich vier Teile locker auch mal in einem Monat eingekauft. Selbst für einen Studenten bei Preisen wie sie z.B. bei H&M und Co. üblich sind, kein Problem.

Bei meiner Umstellung habe ich übrigens kein bisschen an Lebensqualität eingebüßt. Im Gegenteil. Wie ihr seht, verbiete ich mir den Konsum ja nicht völlig. Wenn ich den Kauf einer Neuware für sinnvoll und gerechtfertigt halte, dann kaufe ich sie auch. Das tolle an dieser rationalen Art einzukaufen ist der Wegfall des Konsums um des Konsums willen und damit auch dieses nervigen Gedankens etwas unbedingt besitzen zu müssen. Ich kann es leider nicht besser formulieren, aber ich hoffe ihr wisst was ich meine. Meine liebe beste Freundin hat das sehr schön und passend beschrieben mit der neuen Freiheit die man genießt, wenn man nicht ständig das Gefühl hat etwas unbedingt kaufen zu müssen.

Ich finde es überhaupt nicht schlimm in die Stadt zu gehen und Bekleidungsgeschäfte zufrieden zu verlassen auch ohne etwas gekauft zu haben. Ja – ich gehe nach wie vor sehr gern zu Zara, Mango, H&M usw. aber kaufe einfach nichts. Ich sehe mir die neuesten Trends an, probiere auch mal etwas an und wenn mir etwas gefällt, dann nehme ich mir vor online bei Kleiderkreisel oder ebay nach einem ähnlichen Stück (gebraucht) zu sehen. Denn man findet auch ab und an ein schönes Stück Second Hand. Ich habe z.B. in Mias aussortieten Klamotten sehr viel schöne Dinge finden können :D Oder man verzichtet mal auf 5-10 Teile von H&M und Co. und kauft sich dann einfach mal ein etwas teureres Stück z.B. von einer Marke die aus Bio-Baumwolle und zu fairen Bedingungen produziert. In diesem Zusammenhang möchte ich euch noch auf den recht jungen Blog lovingfair von Mari hinweisen, bei welchem die Schwerpunkte auf grüner Mode und Naturkosmetik liegen.

In diesem Jahr hat mich die Deutsche Gesellschaft des CLUB OF ROME dann noch einmal etwas aufgerüttelt. Wenn ich auch mit weniger High Heels und neuen Klamotten gut klar komme ohne an Lebensqualität einzubüßen, dann geht da sicher auch noch mehr.

Brauche ich noch einen neuen Sommernagellack in Pink oder Blau?
Müssen es wirklich silberne Metallperlen sein, obwohl ich noch hunderte (bunte) Perlen zu Hause habe?
Auch diese beiden Fragen konnte ich mit Nein beantworten. Auf erstere werde ich in einem der kommenden Beiträge näher eingehen, wenn ich meine liebsten Sommernagellacke vorstelle (jaja – Mia ist mir bereits um Längen voraus mit ihrer Vorschau auf den Herbst^^).

Dass ich auch ohne Metallperlen ganz nette Armbänder zaubern konnte seht ihr hier:

 

 

Die Stickgarne habe ich bei meiner Oma im Nähkästchen gefunden. Die Perlen hatte ich noch aus der Zeit zu Hause in der ich sehr häufig selbst Ohrringe gebastelt habe. Es war also gar nicht nötig etwas neu zu kaufen. Auf die Knopf-Verschlüsse habe ich bewusst verzichtet und die Bänder stattdessen so verknoten, dass ich mit der Hand gerade so hindurch komme.

 

Was euch dieser Beitrag sagen bzw. nicht sagen soll.

Wenn ihr High Heels liebt und sie häufig tragt, dann soll euch dieser Post nicht auffordern, keine weiteren High Heels zu kaufen. Vielleicht braucht ihr ja aber in diesem Jahr wirklich nicht unbedingt noch eine dritte oder vierte Ausstattung für den Weihnachtsbaum, nur weil pinke Kugeln dieses Jahr absolut im Trend liegen.

Wenn ihr ein Beauty-Junkie seid, dann soll euch dieser Beitrag nicht sagen, dass ihr keine Kosmetik mehr kaufen sollt. Vielleicht habt aber auch ihr den Kleiderschrank voll gepackt bis oben hin und benötigt eigentlich nicht noch ein fünftes oder zehntes Paar Jeans.

Wenn ihr einen Fetisch für Nagellacke entwickelt habt, dann soll euch dieser Beitrag nicht vom Kauf von Frency abhalten. Vielleicht pfeift ihr aber auch einfach auf das schicke iPad, denn eigentlich habt ihr doch schon einen iMac und ein iPhone mit dem ihr surfen könnt.

Wenn ihr bereit seid auch bei euren größten Leidenschaften ab und an mal auf einen Kauf zu verzichten, dann ist es natürlich umso besser. Oder vielleicht findet ihr ja manche Sachen auch Second Hand auf dem Floh- bzw. Antikmarkt: Schmuck, Deko, Möbel, Kleidung….Denkt mal darüber nach was euch von eurem materiellen Besitz wirklich wichtig ist und auf Dauer glücklich macht. Ich bin mir sicher, dass den meisten von euch dann Dinge einfallen wie z.B. ein Ring von Oma, ein Kuscheltier aus der Kindheit oder auch die gesammelten Fotoalben. Auf die Idee hier Mimosa von Chanel oder das mintgrüne Oberteil vom Frühjahr 2012 aufzuzählen, wird bei der Frage nach persönlich wertvollem Besitz wohl niemand kommen.

Ich denke ihr wisst was ich meine. Denkt darüber nach was und wieviel ihr konsumiert und überlegt ob ihr etwas wirklich benötigt bzw. auf was ihr auch verzichten könnt – auch bei Kleinigkeiten – und tragt alle zur Vermeidung des Kollaps bei :)

Den Bericht der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME „2052 – A Forecast for the Next Forty Years“ ist seit dem 15. Juni im Buchhandel erhältlich (ISBN 1603584218). Die deutsche Fassung „2052: Eine globale Vorhersage für die nächsten 40 Jahre“ wird Ende September erscheinen.

 

Wie gefallen euch meine Armbänder? Wie konsumiert ihr?

 

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Diskussion

26 Kommentare zu “Ein paar Worte zum Konsum und selbstgemachte Armbänder”
  1. Pastellfee sagt:

    toller Bericht!
    Ich konsumiere auch weitgehend bewusst und weniger und lese auch gern Bücher und gucke Videos zu diesem Thema.

    Toll find ich z.B. die Bücher von Francine Jay: Miss minimalist (ebook) + Blog (missminimalist.com), frugillionaire (ebook) und The joy of less. sehr sehr sehr lesenswert, wenn man vom „Consumerism“ hin zum „Minsumerism“ und vielleicht auch sogar teilweise zum Minimalismus will ;)

    Ich find deine Armbänder schön, die stehen denen in den Bekleidungsgeschäften um nichts nach. Und wenn wir mal ehrlich sind: macht uns das 11., 12., 13. Armband wirklich um so viel schöner und glücklicher? Muss man wirklich alles haben, was einem gefällt? Um so viel glücklicher macht einen der neue Nagellack oder das 10. Kleid doch bestimmt nicht.

    • Hey Pastelfee,

      vielen Dank für die Links zum Thema Minimalismus. Ich hab mich eben bei Francine Jay etwas durchgeklickt und kam dann schnell auf diesen Blog: http://teenageminimalist.blogspot.de/
      Ich war erstaunt wie kurz ihre Listen sind! Minimalismus selbst zu leben wäre nichts für mich. Ich habe gern etwas Auswahl, aber bin auch glücklich wenn ich diese z.B. durch Second Hand Sachen erreichen kann und damit für meinen Konsum nicht erneut CO2 ausgestoßen werden muss bzw. Rohstoffe/Energie verbraucht wird.
      Die Ansätze des Minimalismus finde ich aber sehr interessant und die Erfahrungen sind garantiert auch hilfreich, daher werde ich das Thema beobachten. Ich muss zugeben, dass ich vorher nicht wusste, dass es da eine ganze Gemeinschaft bzw. Bewegung gibt.
      Wie ist das denn bei dir? Versuchst du dich in die Richtung Minimalismus zu bewegen oder bleibst du beim „Minsumerism“?

      Liebe Grüße
      °Sun

  2. LaMiezée sagt:

    Ich setze mich auch schon seit Langem mit diesem Thema auseinander und lebe mittlerweile auch bewusster! Ich versuche in vielen Lebenslagen umweltbewusster zu denken. Egal ob das jetzt Essen, Kleidung, Kosmetik oder oder oder.. ist, man kann immer Einsparungen machen.

    Ich würde mich über weitere Beiträge dieser Art freuen :-)

    Liebe Grüße

    • Hey LaMiezée,

      das finde ich gut und genauso mache ich es auch. Wenn jeder über jede seiner Handlungen vorher mal kurz nachdenken würde und sich wenigstens mehrheitlich für die umweltfreundlichere Variante entscheidet, dann hätten wir vermutlich kein Klimaproblem. Wie du schon sagst – man kann immer Einsparungen machen und wenn es nur der eigene Stoffbeutel anstatt der Plastiktüte aus dem Kaufhaus ist.

      Liebe Grüße
      °Sun

      PS: beindruckendes Portfolio :)

  3. Jammin sagt:

    Ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Auch ich habe bei Kleidung bereits angefangen nur noch das zu kaufen, was ich wirklich brauche. Ich habe schon so viele TShirts, Longsleeves usw – habe aber dennoch immer nachgekauft. Gegen Ende 2011 fing ich dann an mir darüber Gedanken zu machen und hatte mir gesagt, dass ich zunächst das tragen oder besser gesagt „gebrauchen“ oder „aufbrauchen“ möchte, was ich schon habe. Ich habe seitdem keine neuen TShirts etc mehr gekauft. Dafür werde ich aber Ende des Jahres welche ausmisten können, da sie zu klein sind oder beschädigt, was mir aber zuvor nie so aufgefallen war, da sie ja nur im Schrank hingen.
    Auch bei Nagellack kaufe ich nur noch Farben, wo ich mir sagen kann: aha, ja, die hast du noch nicht, es ist eine völlig neue Farbe (wobei man als Nagellackjunkie das wohl bei allen Farben sagt). Bei Kosmetik merke ich, dass es auch immer mehr in die Richtung geht „Brauche ich das überhaupt? Du hast doch schon zwei Lippenstifte in einer sehr ähnlichen Farbe…“ usw…
    Ich empfinde es übrigens auch als Freiheit nicht mehr krampfhaft jeder LE nachrennen zu müssen, wobei es mir bei Kosmetik noch am schwersten fällt (glücklicherweise bin ich gegen die ganzen schönen bunten KK-LEs als NK-Junkie weitesgehend immun, puh). Bei Kleidung habe ich schon lange nicht mehr dieses „kaufen, neu, kaufen, neu“-Gefühl, bei Kosmetik bin ich auch auf einem guten Weg :o)

    Das Amrband erinnert mich übrigens an solche die ich in meiner Kindheit hatte, nur dass die dann doppelreihig waren.

    • Huhu Jammin,

      ich finds toll, dass du nun so häufig hier und auch auf anderen Blogs kommentierst^^
      Mich erinnern die Armbänder auch an meine Kindheit :D
      Bei der Kosmetik geht es mir genau wie dir. Da fällt es mir schwerer weniger zu kaufen als in anderen Lebensbereichen. Da siegt auch ehrlich gesagt nicht immer die Vernunft. Dennoch befinde ich mich noch in dem Rahmen, dass ich alles was ich an Kosmetik aktuell besitze auch aufbrauchen kann. Also der Punkt mehr zu haben, als man nutzen kann (bevor das Produkt kippt bzw. das MDH abgelaufen ist) ist noch nicht überschritten und das wird auch so bleiben. Ich versuche mir genau wie du dann auch ins Gedächtnis zu rufen was ich schon besitze. Aus diesem Grund habe ich in der letzten Woche mal meine ganze Kosmetik (pflegend und dekorativ) genau angesehen und mir selbst ein paar Regeln aufgestellt. (Ich war überrascht wie viel Nagellack ich habe, aber dazu mehr im nächsten Beitrag.)

      Liebe Grüße
      °Sun

    • Jammin sagt:

      Ja, ich muss sagen, dass ich Gefallen daran finde auch meinen Senf dazuzugeben :-))

      Ich freue mich schon auf das Nagellack Posting!

  4. Carly sagt:

    Huhu Sun,

    sehr schöner Post, in dem jedes Wort es wert ist, gelesen zu werden. :)
    Seitdem ich bewusst weniger konsumiere, fällt mir immer mehr auf, wie sehr uns Bedürfnisse suggeriert werden. Wenn ich jetzt bei meiner Mutter zu Hause die Vogue oder sogar die Brigitte angucke, kommt es mir vor, als würde ich durch einen gut gemachten Katalog blättern. Schöne bunte Dinge, die ich aber alle nicht brauche. Dafür schätze ich die Sachen, die ich mir zulege, nun eindeutig mehr.

    Außerdem habe ich festgestellt, dass Neugekauftes oft Bedürfnisse schafft, die man vorher gar nicht hatte. Nach dem Motto: Uhh, jetzt hab ich dieses tolle Hängerchen, da brauche ich aber auf alle Fälle noch einen passenden Gürtel, und Schuhe, Nagellack wäre auch toll usw.

    Im Endeffekt ist es ganz so, wie du sagst, mehr macht nicht automatisch glücklicher und achtlos Gekauftes tut dem Planeten mehr weh als dem Portemonnaie.

    DIY rules – deine Armbänder sind top. :D

    Liebst, Carly

    • Hey Carly,

      Dankeschön :D
      Der Vergleich von Frauenzeitschriften mit gut gemachten Katalogen ist ziemlich treffend. Ich schau ja online auch ganz gern mal und hab z.B. die Glamour App oder surfe mal bei Glam.de vorbei und schaue was es in der Kategorie EcoBeauty neues gibt. Natürlich ließt man da nie etwas negatives über ein Produkt, denn die Hersteller sind ja gleichzeitig auch die Werbepartner und schalten Anzeigen. Deshalb liebe ich Blogs auch so :) Zudem sind Blogs häufig auch viel aktueller.

      Vor ein paar Monaten lief im WDR eine interessante Doku wie Werbung unsere Kaufentscheidungen beeinflusst. Das meiste davon weiß man ja eigentlich, aber mir war neu, dass sich sogar die Hirnforschung zu Nutze gemacht wird um Produkte noch besser zu verkaufen:
      http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/die-story/lass-dich-verfuehren-warum-wir-kaufen-was-wir-kaufen?documentId=9399616

      Das mit den Bedürfnissen die Neugekauftes schaffen, kenne ich auch sehr gut. Gerade die Beispiele Nagellack und Schmuck sind da echt passend! Das passiert mir heute zum Glück auch nicht mehr so häufig. Ich greife inzwischen einfach total häufig zu meinem neutralen Silberschmuck, der einfach immer passt.

      „achtlos Gekauftes tut dem Planeten mehr weh als dem Portemonnaie“
      Gut gesprochen. Ich zitier dich demnächst :D

      Liebe Grüße
      °Sun

  5. Ich ticke da ja ein bisschen anders, wie du weißt. Ich konsumiere gerne und habe Spaß daran, genau das zu tun wonach mir der Sinn steht. Ich bin extrem schlecht darin, mir etwas zu verbieten und mag jedwede Einschränkung nur ungern. Ich werde ja schon trotzig, wenn andere versuchen mich limitieren. Mich selbst von etwas abzuhalten, gelingt mir folglich auch nur sehr schwer. Dafür bin einfach viel zu oft gefühlsgeleitet. -.- Naja, ich stehe dazu.
    Ich will mich garnicht reinwaschen, die einen sind so und die anderen manchmal eben anders.

    Wenn mir etwas gefällt, sei es ein Buch oder ein Armband, greife ich oft ohne langes Überlegen zu. Ich kaufe allerdings immer erst dann, wenn mich etwas wirklich sehr stark anlacht. Das passiert bei Zara zum Beispiel sehr oft, in anderen Geschäften überwiegt meist schon eher die Vernunft. Aus Langeweile oder Verlegenheit einkaufen ist zum Glück nicht auf meinem Kerbholz. Frustkäufe allerdings schon. Wenn ich früher aus Enttäuschung gegessen habe, so gehe ich heute los und kaufe mir ein paar Ohrringe oder so. Ich versuche das schon durch Sport zu kompensieren, doch leicht ist es wirklich nicht gerade.

    Doch ich habe nicht das Gefühl, ständig irgendwas kaufen zu müssen…das wäre ja schon zwanghaft. Früher als ich bei H&M gearbeitet habe, war ich allerdings etwas schlimmer unterwegs als heute. Da war es nicht ungewöhnlich, dass ich die Rabattierungen komplett genutzt habe und 300 Euro/Monat für Klamotten und Accessoires verprasst habe. Trotz allem kommt es jedoch auch darauf an, was man konsumiert. Wir (Schatze und ich) sparen z.B. nicht an Lebensmitteln, meiden den ausbeutenden Billig-Frisör, kaufen statt 3x billig lieber 1x teuer. Trotzdem ist mein Kleiderschrank schon ziemlich (sehr) voll. Mein Problem ist irgendwie auch, dass mich Dinge schnell langweilen. Klamotten, die ich vor 2 Jahren toll fand, ziehe ich heute einfach nicht mehr an…sie gefallen mir vom Stil einfach nicht mehr (unabhängig von irgendwelchen Trends). Das hast du ja miterlebt, wie ich Berge über Berge ausgemistet habe. Ich muss dringend mal auf einen Flohmarkt (wo ich auch gerne Geld lasse…erst am WE für einen goldenen Halsreif aus den 70ern). Irgendwie hat ja jeder ein Laster. Die einen kaufen gerne den neusten Krimi, die nächsten stehen auf Technik…bei mir sind es Klamotten.

    Trotz allem bastele ich auch gerne selber und kaufe auch gebraucht. Meine Konsumlust ist groß, doch unter Garantie sind ein paar andere schlimmer und unreflektieter in Bezug auf ihre Schwächen. :)

    Übrigens sind das schicke Armbänder, solche habe ich als Kind getragen.^^

    Greetz^^

    • Pastellfee sagt:

      Bei mir fühlt es sich nicht nach Verzicht oder Einschränkung an, seit ich bewusst weniger kaufe. Für mich ist das eine neu gewonnene Freiheit :) Ich dachte auch immer z.B. ich brauche unbedingt 2 (oder mehr) verschiedene Haarspülungen nebeneinander und mit nur einer geht das überhaupt nicht, aber ich habs dann einfach mal eine Zeit lang ausprobiert und es geht ganz gut nur mit einer :) und das ganze lässt sich dann auch auf die Sorten vom Frühstücksmüsli, Kugelschreiber, Parfum, Schuhe usw usw ausdehnen. Momentan „arbeite“ ich an meiner Teesammlung und lasse sie ordentlich schrumpfen.

      Klar es gibt immer mehr Leute, die unreflektierter konsumieren, aber es gibt auch die, die sich bewusst für weniger entscheiden, weil es dann doch manchmal „mehr“ ist. Aber jeder so wie er mag und sich wohlfühlt ;)

    • Huhu Mia,

      ja ich hatte solche Armbänder auch schon als ich jünger war. Erinnern mich auch so bisschen an die Freundschaftsarmbänder oder einfach Perlenarmbänder die man als Kind selbst gefädelt hat :)

      Dass wir da sehr unterschiedlich ticken weiß ich, ja :D Ich erinnere mich gerade an die Schreibtischlampe bei unserem letzten Ikea-Besuch^^ Ich finds auch gut, dass du so selbstreflektiert bist und dazu stehst. Ich konsumiere ja auch gern. Ich will ja auch nicht weniger konsumieren, weil Konsum keinen Spaß macht, sondern der Umwelt zuliebe. Also es ist nicht so, dass mir neue Produkte keine Freude bereiten. Gerade im Bereich Naturkosmetik fällt es mir auch nicht so leicht mich einzuschränken. Bei Klamotten habe ich diesen Punkt allerdings schon irgendwie überschritten. Liegt nicht zuletzt auch daran weil man speziell bei Klamotten und Schmuck auch immer mal Second Hand was schönes bekommt. Und dann profitiere ich ja auch ziemlich direkt von deinem überfüllten Kleiderschrank :D

      Liebe Grüße
      °Sun

  6. Jana sagt:

    Diese Armbänder habe ich auch nach der Anleitung von WTF gemacht ;-)
    Ich betreibe gerade ein wenig das Gegenteil von Konsumieren… ich verkaufe meine KK, weil ich eigentlich nur noch NK verwende bis auf wenige Ausnahmen. Nicht wenige Klamotten habe ich in Second-Hand-Shops gegeben, und seit Moonaten kaufe ich nur noch seeehr wenig Neues nach. Das letzte war eine perfekt sitzende Leinenhose von maas-natur. Das war ein gut überlegter Kauf, den ich keineswegs bereue und sogar für angebracht finde. Und so handel ich seit einiger Zeit bei vielen Käufen. Nur bei Naturkosmetik könnte ich im Moment noch so einiges anschaffen… ;-)

    • haha – ja….das wundert mich gar nicht. Auf WTF wurde ich ja auch vor ein paar Monaten durch deine Linkliste aufmerksam^^
      Hat richtig Spaß gemacht das fädeln, oder? Ich fand das sehr entspannend – fast meditativ xD

      Verkaufst du über ebay? Gerade bei Chanel, Dior und Co. bekommt man da auch für angebrochene Sache noch überraschend viel raus.

      Danke für den Hinweis zu Maas – kannte ich noch gar nicht. Bei NK geht es mir wie dir. Da kann ich mich schwerer einschränken. Als ich letztes Jahr entschieden habe weniger Klamotten zu kaufen, lag das vor allem daran, dass viele unter unwürdigen Arbeitsbedingungen produziert werden und oft mit Umweltverschmutzungen einher gehen. Daher ging es dann in Richtung Second Hand und wenigen neuen Stücken die dafür unter besseren Bedinungen produziert wurden. Bei NK fällt das schwerer, weil viele Firmen eine tolle Philosophie haben und sowieso bessere Produktionsbedingungen. Die Inahltsstoffe aus Bio-Anbau sind zudem nachhaltiger. Vermutlich fällt es mir genau deshalb auch schwerer.

      Liebe Grüße
      °Sun

  7. Mari sagt:

    Hallo Sonne :),

    über diesen Beitrag freue ich mich natürlich besonders (danke für die Erwähnung meines Blogs ;)). Ich hab dazu natürlich jede Menge zu sagen, aber ich spar mir mal den Großteil für meinen Blog auf :D.
    Die Armbänder finde ich total süß und jetzt weiß ich auch endlich was ich mit meinen ganzen Perlchen mache, die sich hier so angesammelt haben…meine Freunde werden sich freuen! Schmuck kaufe ich sowieso sehr, sehr selten, den mache ich mir wenn dann selber oder nehme Erinnerungsstücke aus dem Urlaub mit oder bekomme mal was schönes geschenkt. Diese Teile haben dann auch einen größeren Wert für mich.

    Ich versuche meinen Kleidungs-Konsum vor allem damit einzuhalten, dass ich nur noch Dinge kaufe, die mir 1. ausgezeichnet passen, 2. farblich und vom Schnitt her sehr gut stehen, 3. bequem sind, 4. gut verarbeitet und angenehme Stoffe haben, 5. das Design ausgesprochen durchdacht ist. Ich bin also extrem anspruchsvoll geworden. Manchmal kann das dazu führen, dass ich über zwei-drei Wochen verteilt ein Teil im Laden zweimal anprobiere bevor ich es eventuell kaufe. Manchmal möchte ich wirklich sicher gehen, dass mir dieses Kleidungsstück auch wirklich gut gefällt, bzw. ich kaufe es dann, wenn ich es nicht mehr vergessen kann. Und das sind dann auch die besten Einkäufe!
    Wichtig ist mir natürlich auch, dass unter fairen Bedingungen produziert wurde und ich versuche, wenn ich was kaufe, es nur bei nachhaltigen Marken zu kaufen. Das schränkt auch die Auswahl unglaublich ein, was ich sehr erleichternd finde. Aber ich halte mich natürlich auch nicht immer an alles..

    Es macht auf jeden Fall auch einen Unterschied, wieviel Geld ich für etwas ausgebe…man macht sich nämlich mehr Gedanken beim Kauf und man misst ihm automatisch mehr Wert bei.

    Was meine Besitzertümer angeht bin ich insgesamt eher minimalistisch veranlagt…Kennst du übrigens Leo Babauta, Minimalist? (Hier ein Artikel von ihm zum Kleiderschrank: http://zenhabits.net/edit-your-life-part-4-your-wardrobe/)Ich kaufe eigentlich wirklich nur noch Sachen, für die ich auch Verwendung habe (v.a. bei Büchern, was soll ich damit, wenn ich es ausgelesen habe, dann leih ich es mir lieber…(abgesehen von Nachschlagewerken)oder verschenke/verkaufe es danach).

    Bei Kosmetik finde ich das alles etwas schwierig…da kaufe ich oft etwas, einfach weil ich noch am rumprobieren und austesten bin bei NK. Insgesamt schränke ich meinen Verbrauch und Kauf nach und nach ein. Bestimmte Dinge sehe ich auch nicht mehr ein…für was brauch ich eigentlich ein Peeling, wenn ich das nur einmal im Monat verwende und auch selber machen kann? Tolles Beispiel für die vielen unsinnigen Produkte auf dem Markt, die nur zum Kauf anregen sollen war das Alverde Fußwaschgel…

    Ich fühle mich auch übrigens wirklich leichter ohne so viel Kram und es kann auch ruhig noch weniger werden. Es dauert aber natürlich auch etwas, bis ich alles optimiert habe :D

    Übrigens kann ich Mias Seite auch nachvollziehen, denn ich muss auch zugeben, dass ein tolles Sommerkleid oder schöne Schuhe mich auch mal richtig glücklich machen können.

    Liebe Grüße
    Mari

    PS: Ich hab es tatsächlich geschafft unter meinem alten Namen zu posten :D Mussmich erst umgewöhnen!

    • Nela sagt:

      Mit den Peelings gehts mir genauso. Hatte zuvor immer ein Peeling für den Körper und eines fürs Gesicht im Bad stehen – nun habe ich einen KissMe Peelinghandschuh und einen Konjac Sponge fürs Gesicht und habe somit zwei Plastiktuben eingespart.

      Seit ich nur noch NK verwende, konnte ich meinen Konsum zum Glück schon mal stärker einschränken. Habe in letzter Zeit auch sehr viel Kosmetik und Nagellacke verkauft – es fühlt sich richtig gut an mal auszumisten und aus einem Geschäft zu gehen, ohne etwas gekauft zu haben.

    • @ Mari

      :)
      Ich habe den Artikel noch mal umgeschrieben. Ursprünglich sollte es ja speziell nur um Bekleidung gehen. Aber ich dachte mir dann, dass du dich da eigentlich eh viel besser auskennst und ich das Thema lieber etwas weiter fasse. Ich werde dann wenn es um Bekleidung geht einfach immer auf dich verweisen :D

      Dein „Fünf-Punkte-Plan“ gefällt mir sehr gut. Bis auf Punkt 5 gehe ich wohl ähnlich einkaufen. Und das wiederholte aufsuchen eines Geschäfts kenne ich auch sehr gut. Es ist schon erstaunlich wie viele Sachen man im ersten Moment toll findet und gern hätte und am nächsten Tag dann schon gar nicht mehr daran denkt. Früher hätte ich solche Sachen gleich gekauft.
      So orientiere ich mich übrigens auch bei sämtlichen online-Einkläufen (egal bei welchen Produkten). Ich kaufen nie online wenn ich etwas das erste Mal sehe, sondern setzte erst mal nur ein Lesezeichen.

      Nachhaltig und fair kaufe ich auch sehr gern, aber zugegebenermaßen nicht immer. Vor allem bei Schuhen…..da ist die Auswahl ja eh sehr begrenzt. Schuhe will ich aber auch nicht unbedingt Second Hand kaufen (außer sie sind ungetragen), weil ich denke, dass sich ein (von einer anderen Person) eingelaufenes Fußbett auch negativ auswirken kann.

      Leo Babauta war mir auch neu. Vielleicht editiere ich meinen Kleiderschrank mal nach seiner Methode :D Allerdings habe ich auch ein paar Teile die ich monatelang nicht getragen habe, aber dennoch nicht aus der Schrank verbannen würde.
      Bei den Büchern bin ich ganz anders als du. Aber wie weiter oben schon mal bemerkt wäre so ein kompletter Minimalismus auch nichts für mich. Bücher sind für mich mein Deko-Ersatz. Ich habe wenig Deko in der Wohnung (eigentlich fast nur Sachen die ich geschenkt bekommen habe). Bücher im Regal finde ich hingegen sehr dekorativ und wohnlich. Eigentlich verkaufe ich nur Bücher wieder wenn ich sie nicht gut fand oder sie nie ausgelesen habe (weil ich sie nicht gut fand^^).

      Bei Kosmetik fällt es mir (wie vielen hier) auch sehr schwer mich einzuschränken. Ich verwende auch viele ähnliche Produkte gleichzeitig z.B. bei Lippenpflege habe ich glaube ich um die 6 Produkte aktuell. Bei anderen Sachen habe ich wiederum immer nur ein Produkt in Verwendung z.B. bei Haarwäsche oder Abschminkprodukten. Wie weiter oben schon erwähnt habe ich mir ja letzte Woche mal einen Überblick über sämtliche meiner Kosmetikprodukte verschafft. Noch ist alles im grünen Bereich, also die Sachen die ich habe werde ich problemlos innerhalb des MDHs verbrauchen können. Dennoch habe ich mir derzeit ein Kaufverbot für orangefarbene oder annähernd orangefarbene Lidschatten, Blushes und Lippis auferlegt. Auch mit Nagellack ist erst mal Schluss.

      @ Mari und Nela

      Fußwaschgel….haha ja…das hab ich vor kurzem auch erst gesehen.
      Mit den Peelings habt ihr durchaus Recht, dennoch mag ich mein Eliah Sahil Peeling sehr :D
      Ich hab mir im Winter das erst Mal ein Peeling speziell fürs Gesicht gekauft von Primavera. Ehrlich gesagt bemerke ich keinen Unterschied zu einer normalen Wäsche mit Seife und werde mir wohl nie wieder so etwas kaufen. Ich habe das Produkt bisher noch nicht vorgestellt, weil mir immer die Motivation fehlt, aber vielleicht werde ich das mal noch tun.

      Den Konjak-Sponge finde ich ja auch ganz interessant. Es gibt ja jetzt auch größere Ausführungen die sich für den Körper eignen. Aber ich bin jetzt seit fast einem Jahr sehr glücklich mit meinem Siesal-Säckchen, welches auch einen leichten Peelingeffekt hat und werde mir wohl frühestens etwas neues kaufen, wenn sich die Naturfaser abgenutzt hat.

      Liebe Grüße
      °Sun

  8. Christina sagt:

    Zunächst mal finde ich die Armbänder wirklich sehr hübsch.
    Das du hier das Konsumverhalten der westlichen Welt kritisierst find ich ebenfalls ziemlich klasse. Solche Themen liest man auf Blogs ja dann doch eher seltener ;) Das auf einem endlichen Planeten ewiges Wachstum nicht funktioniert ist mir schon seit längerm klar, wo solln wir denn noch hinwachsen? auf den Mond?! Mir hängt das Gefasel unserer Politiker zum Hals raus, ich frag mich immer wieder wer das noch glaubt.
    Klar ich geh gerne mal shoppen, und lieber geb ich mehr Geld für ein teureres Stück aus das ich länger tragen kann als zig billige die schnell ausgeleiert und kaputt sind. Gut bei mir ist das entscheidende meine Figur, die Schnitte von H&M & co. sind nicht für große, dünne Frauen gemacht die eine Sanduhrfigur haben.
    Aber ich überdenk mittlerweile jeden Kauf mit einem „brauch ich das jetzt wirklich“ und meistens beantworte ich die Frage auch mit „Nein“
    lieber spar ich mir das Geld von Sinnlosigkeiten, kann mal ne Tankfüllung mehr kaufen und dafür mit meinem Freund irgendwo ins Grüne hinfahren.
    Klamotten und Schuhe die ich nicht mehr trage weil sie zu klein wurden oder ich sie einfach nicht mehr sehen kann gebe ich in die Altkleidersammlung.

    • Hey Christina,

      vielen Dank :)
      Deinen Verdruss auf die Politik kann ich verstehen. Wenn sich die Politiker für die Umwelt so einsetzen würden wie für die Banken bzw. das Wirtschaftswachstum, dann wäre sicher alles tutti. Mir ist natürlich klar, dass das jetzt eine sehr undifferenzierte Aussage ist, aber ganz unwahr ist sie sicher nicht.
      Ich kaufe auch lieber mal weniger und dafür was teureres oder gebe mein Geld für Dinge aus die länger in Erinnerung bleiben als eine Shopping-Tour :)

      Liebe Grüße
      °Sun

  9. Guten Abend liebe Mädchen!
    So viele und vor allem ausführliche Kommentare – große FREUDE! Morgen Vormittag werde ich alle in Ruhe lesen, mir eure Links ansehen und antworten :)

    Liebe Grüße
    °Sun

  10. loupita sagt:

    Hallo Sun,

    freut mich sehr, einen solchen Artikel bei euch zu lesen. LaReike und ich sind ja auch dabei unsere Art des Konsums noch weiter umzustellen bzw. uns zu überlegen, was wirklich notwendig ist. Ob dies nun zum Thema Minimalismus oder zum Thema bewusster Konsum gehört, ist dabei ja relativ egal. Was zählt, ist, dass man bewusster mit dem Thema umgeht. :)
    Momentan sind wir dabei viele Dinge abzugeben oder zu verkaufen und auch wenn man erst denkt, man könnte nicht ohne gewisse Dinge, so vermisst man sie dann später doch überhaupt nicht. Bei Dingen mit sentimaler Bedeutung ist das natürlich anders, aber grundsätzlich *braucht* man den Grossteil der Sachen, die man besitzt, nicht.

    • Hey loupita,

      stimmt natürlich. Letztlich ist die Motivation ja auch nicht so unähnlich, da ja auch beim Minimalismus der Umweltschutz eine Rolle spielt. Hab auch gerade in deiner Blogliste „bemorewithless“ entdeckt. Interessiert ihr euch schon länger dafür? Berichtet doch mal auf dem Blog davon….oder habt ihr das bereits getan und ich hab es nur überlesen? oO

      Liebe Grüße
      °Sun

  11. beautyjagd sagt:

    Oh, ein tolles Thema, und mir fallen ganz viele widersprüchliche Gedanken dazu ein. Ich konsumiere schon seit einiger Zeit weniger als früher, einfach weil mir jetzt viel weniger Geld zur Verfügung steht. Überraschenderweise hat mich das auch eher frei als asketisch gemacht, was aber vor allem daran liegt, dass es mir seelisch viel besser als früher geht.

    Bei Kleidung habe ich z.B. meinen Stil gefunden und muss nur wenig nachkaufen. Überhaupt bin ich in vielerlei Hinsicht bescheiden, Reisen ist mir z.B. wichtiger als eine großzügige Wohnung. Bei Kosmetik setzt allerdings häufig mein Verstand aus, ich liebe es einfach, neue Dinge zu entdecken und darüber zu schreiben. Dinge sind für mich mehr als nur die Materie – z.B. sagt mir ein gut gemachter Pinsel viel über das dahinterstehende Handwerk. Deswegen lehne ich Konsum für mich auch nicht per se ab, denn lustigerweise lerne ich viel durch meine Sachen und erweitere meinen Horizont (eingeschlossen Bücher und CDs). Von Reisen weiß ich allerdings, wie wenig ich wirklich brauche, und genieße dieses Gefühl immer sehr, wenig dabei zu haben. Du siehst, alles etwas widersprüchlich in mir!

    An deinem Artikel gefällt mir, dass du nicht moralisierend schreibst, denn das geht mir manchmal bei konsumkritischen Artikeln etwas auf die Nerven (und bringt bestimmt niemanden dazu, weniger zu kaufen).

    Liebe Grüße

    • Huhu Julie,

      ich hab seit März auch weniger Geld zur Verfügung (allerdings unfreiwillig), aber kann ebenso nicht feststellen, dass es mir dabei schlechter geht. Dein Beispiel zeigt wie gut es tut das zu machen woran man Freude hat, auch wenn es finanziell weniger ertragreich ist. Ich bin schon gespannt auf die ganze „Hintergrundgeschichte“ :)

      Der Beitrag sollte auch nicht moralisierend sein (gut, dass das auch nicht so rüber kommt^^). Ich wollte eher hinweisen bzw. auf etwas aufmerksam machen. Hinweise gefallen mir persönlich auch besser und sorgen eher dafür, dass ich mir selbst noch mal über eine Sache Gedanken mache und dann abwäge.
      Bei der Horizonterweiterung gebe ich dir Recht. So richtig widersprüchlich finde ich dich jetzt auch nicht, zumindest nicht unnachvollziehbar widersprüchlich :D Und naja….wie jetzt schon so häufig erwähnt….bei NK kann ich mich auch nur schlecht bändigen. Den Konsum da also rigoros einzuschränken, würde auch bei mir nicht funktionieren, aber es gibt eben Bereiche in denen ich mich einschränken kann. Genau auf diesen Umstand wollte ich auch andere hinweisen.

      Liebe Grüße
      °Sun

  12. Iris sagt:

    Ein sehr schöner Beitrag! Mir fällt es sehr schwer mich einzuschränken und da mein Nachhauseweg von der Arbeit durch die Innenstadt führt, ist die Versuchung echt groß, mal hier und mal da eine Kleinigkeit mitzunehmen. Letztes Jahr war es besonders schlimm, weil ich dann auch noch viel online geshoppt habe. Dieses Gefühl, etwas unbedingt haben zu müssen, kenne ich sehr gut!!! Allerdings ist es mir dann Anfang des Jahres zu bunt geworden, als ich Klamotten in meinem Schrank gefunden habe, die brand-neu waren (noch mit Zettelchen dran) und die ich schon vergessen hatte. Deswegen habe ich dann die Fastenzeit zum Anlass genommen und „Geld ausgeben“ gefastet, d.h. keine Kleidung, kein Makeup, kein Kino, keine Bücher und so mehr, eigentlich alles, was ich nicht umbedingt benötige. Habe dass dann auch wirklich durchgezogen und habe nicht nur gemerkt,wie viel Geld ich spare, sondern auch, dass ich zufriedener bin, weil ich mehr Zeit für Freunde und Hobbies hatte und einfach entspannter war. Jetzt konsumiere ich natürlich wieder, aber nicht mehr in dem Maße wie vorher und ich hinterfrage meine Motivation mehr, d.h. will ich aus Frust kaufen, will ich mich belohnen, brauche ich es wirklich etc. So profitieren doch am Ende hoffentlich alle davon: die Umwelt, die Menschheit und man selber auch.

    • Hey Iris,

      hab vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht. Über so ein extremes Konsum-Fasten habe ich auch erst nachgedacht. Fand den Gedanken daran spannend, daher war deine Beschreibung jetzt sehr interessant für mich und für dich scheinbar extrem lohnenswert.
      Vor allem das Belohnungskaufen kenne ich auch sehr gut. Das übermannt mich auch häufig – vor allem wenn ich gerade aus der Uni komme und quasi direkt in der Stadt bin. Mir ist aufgefallen, dass ich gerade deshalb auch so viele Lacke habe, denn in der Innenstadt findet man nicht so eine große Auswahl an NK und Klamotten meide ich ja eh eher und daher kam immer häufiger mal eben ein Nagellack mit.

      Liebe Grüße
      °Sun

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